„Unser Wald“ – Projekt „Hassenroth“

16.12.2019

Pflanzaktion am 21. März 2020

2018 und 2019 waren durch extreme Witterungsbedingungen geprägt und haben unserem Wald stark zugesetzt. Ein maßgeblicher, sich gegenseitig verstärkender Einfluss ging von einer Abfolge von Stürmen, Dürrephasen sowie Borkenkäferbefall aus. Dies hat erhebliche Schäden in den Wäldern verursacht und in noch nie dagewesenem Umfang sterben Bäume und ganze Bestände ab.

Vom Waldverlust betroffen sind dabei nicht nur Nadelhölzer, auch das Laubholz und besonders ältere Buchen sind zum Teil schwer beschädigt oder fallen ganz aus. Die zahlreich entstandenen Kahlflächen müssen in den kommenden Jahren dort wiederbewaldet werden, wo der Wald sich nicht selbst als Mischwald regeneriert. Besonders dringlich muss dort gepflanzt werden, wo sich rasch Gräser, Sträucher oder nicht zukunftsfähige Naturverjüngung etablieren würden, was eine spätere Einbringung von geeigneten Baumarten erschweren würde.

Luftbild der Projektfläche Hassenroth. Quelle: HessenForst

Dies betrifft auch die hier vorgestellte Projektfläche Hassenroth. Sie liegt unweit des Pferdsbach zwischen Hassenroth und Stemelskopf und ist von der B253 gegenüber der Einfahrt zur Sackpfeife, gut zu erreichen.

Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum weithin bekannten und beliebten Erholungsgebiet Sackpfeife, ein 673,3 m ü. NHN bewaldeter Berg im Rothaargebirge auf der Grenze der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf, wird dieser Naturraum von vielen Besuchern aufgesucht, um Erholung und Entspannung finden zu können. Deshalb ist es nicht nur aus ökologischen Gründen wichtig, die entstandene „Wunde“ in der Waldstruktur schnellstmöglich zu schließen und so auch für nachfolgende Generationen einen klimarobusten „Mischwald für Morgen“ zu entwickeln.

Wiederbewaldungsfläche Hassenroth im Nebel. Hier wird – mit Ihrer Hilfe – ein klimaangepasster Mischwald entstehen –. Foto: M. Richter / HessenForst

Auf der zwei Hektar großen Fläche sollen Buchen, Bergahorn, Lärche und Douglasie gepflanzt werden. Die Pflanzen sollen mit dem Hohlspaten, einem dem Gartenspaten ähnlichen Pflanzgerät, in die Erde gebracht werden und dabei freuen wir uns über Ihre aktive Mithilfe.

Was können Sie tun? Engagieren auch Sie sich für „Unseren Wald der Zukunft“ und kontaktieren Sie uns für Ihre aktive Mithilfe oder Spende für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Wiederbewaldung.

Hinweis: Falls Sie die Fläche aufsuchen möchten, geschieht das Betreten des Waldes, auch auf Wegen, auf eigene Gefahr. Bitte achten Sie vor allem auf morsche oder absterbende Bäume und bleiben Sie auf den Waldwegen. Ferner bitten wir Sie: Betreten Sie die Wiederbewaldungsfläche selbst nur an dem Pflanztermin. Vielen Dank. Wir freuen uns auf Sie!