„Unser Wald“ – Projekt „Ziegenkopf“

29.11.2019

Pflanzaktion am 21. März 2020
Stürme und die Dürre der letzten beiden Jahre haben unserem Wald stark zugesetzt und durch Borkenkäfer und Pilze sterben in noch nie dagewesenem Umfang Bäume und ganze Bestände ab. Die Entwaldung zieht sich dabei nicht nur durch Nadelhölzer, auch das Laubholz und besonders ältere Buchen sind zunehmend betroffen. Die zahlreich entstandenen Schadflächen müssen in den kommenden Jahren dort wieder aufgeforstet werden, wo der Wald sich nicht selbst als Mischwald regeneriert. Besonders dringlich muss dort gepflanzt werden, wo sich rasch Gräser, Sträucher oder nicht zukunftsfähige Naturverjüngung etablieren würden, was eine spätere Einbringung von geeigneten Baumarten erschweren würde.

Luftbild von der Projektfläche Ziegenkopf. Quelle: HessenForst
Luftbild der Projektfläche am Ziegenkopf. Sie ist von der Druseltalstraße aus Kassel kommend direkt am Abzweig Richtung Herbsthäuschen. (Quelle: HessenForst)

Dies betrifft auch die hier vorgestellte Projektfläche am Ziegenkopf. Sie ist von der Druseltalstraße aus Kassel kommend direkt am Abzweig Richtung Herbsthäuschen zu finden (Wanderparkplatz Ziegenkopf). Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Stadt Kassel wird das Gebiet von vielen Besuchern aufgesucht, um in der Natur Entspannung finden zu können. Deshalb ist es nicht nur aus ökologischen Gründen wichtig, die entstandene „Wunde“ in der Waldstruktur schnellstmöglich zu schließen und so auch für nachfolgende Generationen einen klimarobusten „Mischwald für Morgen“ zu entwickeln.

Projektfläche am Ziegenkopf. Foto: G. Altmieks / HessenForst
Am Ziegenkopf, einst wird dort wieder ein klimaanpasster Mischwald stehen – mit Ihrer Hilf. (Foto: G. Altmieks / HessenForst)

Auf der zwei Hektar großen Fläche sollen Vogelkirschen, Traubeneichen, Elsbeeren und Tannen gepflanzt werden. Die etwa 2.000 Pflanzen sollen mit dem Hohlspaten, einem dem Gartenspaten ähnlichen Pflanzgerät, in die Erde gebracht werden. Zum Hauptweg und dem Besucherparkplatz hin soll zudem ein Waldrand aus Kornelkirsche und Salweide entstehen, der nicht nur den Übergang zum zukünftigen Wald schützen soll, sondern auch eine Lebensgrundlage für gefährdete Insekten wie den Bienen bieten kann.

Hierfür benötigen wie Ihre Unterstützung. Engagieren auch Sie sich für „Unseren Wald der Zukunft“ und kontaktieren Sie uns für Ihre aktive Mithilfe bei der Wiederbewaldung.

Hinweis: Falls Sie die Fläche aufsuchen möchten, geschieht das Betreten des Waldes, auch auf Wegen, auf eigene Gefahr. Bitte achten Sie vor allem auf morsche oder absterbende Bäume und bleiben Sie auf den Forstwegen. Ferner bitten wir Sie: Betreten Sie die Wiederbewaldungsfläche selbst nur an dem Pflanztermin. Vielen Dank. Wir freuen uns auf Sie!