Wald-AG untersucht die Gilsa

11.06.2019

Es ist Ende Mai. Es ist heiß. Und es ist wie alle zwei Wochen Wald-AG. Neun Schülerinnen und Schüler der Kellerwaldschule aus Jesberg gehen dann mit Förster Pauli in den Wald. Das Thema heute: unser Bach, die Gilsa. Ausgestattet mit einem Wasserforscher-Set, Keschern und Becherlupen ging es auf den Weg. Nach 15 Minuten Fußmarsch ging es für die Schülerinnen und Schüler mit viel Neugier und Begeisterung auf die Suche.

Erst Mal wurden alle Tiere in Bechern mit Wasser gesammelt und anschließend gemeinsam bestimmt. Schön zu erkennen waren die Larven der Eintagsfliege mit ihren drei Cerci*1 und die Steinfliegenlarven mit zwei Cerci. Auch einige Köcherfliegenlarven wurden gefunden, bei denen gut zu beobachten war, warum sie so heißen: die Larven der Köcherfliege leben in einem selbst gebautem Köcher. Wenn sie sich nicht vollständig darin verstecken und so kaum zu erkennen sind, schauen nur Kopf und Vorderleib heraus. Einige andere Tiere konnten nicht genau bestimmt werden.

Die Wald-AG untersucht die Wasserqualität der Gilsa. (Foto: Hessen Forst)

Am Ende des Tages gab es also zwei gute Nachrichten: Erstens das Wasser in der Gilsa scheint gar nicht so schlecht zu sein, weisen die bestimmten Funde auf eine Gewässergüteklasse 1 bis 2 hin. Zweitens ist so praktischer Unterricht im Wald nicht nur sehr lehrreich, sondern er macht auch noch jede Menge Spaß.

*1 Als Cerci, Mehrzahl zu Cercus,  werden die Hinterleibsanhänge von Tracheentieren bezeichnet. Tracheentiere sind eine Gruppe des Tierreiches, die Sechs- und Tausenfüßler umfassen. Zu den Sechsfüßlern zählen als bekannteste Vertreter u.a. die Insekten.