Wanderung der Erdkröten

14.05.2019

Erdkröten überwintern gerne in dunklen Ecken oder Erdlöchern im Wald und erwachen Ende März nahezu gleichzeitig.

Anschließend brechen alle gemeinsam in einer Massenwanderung zu den Laichgewässern auf.  Zur Fortpflanzung werden Stillgewässer im Wald oder nahe des Waldes bevorzugt. Manchmal schon unterwegs, spätestens aber am Gewässer lauern die Männchen den Weibchen auf, versuchen auf den Rücken zu klettern und klammern sich fest. Diese Position wird in den nächsten Tagen vehement verteidigt und nicht aufgegeben. Innerhalb von zwei bis vier Wochen nach Laichablage entwickeln sich aus den rund dreitausend Eiern die Kaulquappen. Etwa zwei bis drei Monate brauchen diese, um nach erfolgreicher Metamorphose als Jungkröte massenhaft den Teich zu verlassen. Der Landgang wird landläufig auch als „Froschregen“ bezeichnet und findet je nach Temperatur Juni und Juli statt.

Die nächsten Jahre bleiben die jungen Kröten im Wald. Die Männchen schließen sich mit drei Jahren der Wanderung zum Gewässer an, die Weibchen erst mit vier bis fünf Jahren. In der Regel laichen sie nur alle zwei bis drei Jahre. In der freien Natur können Erdkröten maximal zehn bis fünfzehn Jahre alt werden.

Erdkröten sind keine besonderen Feinschmecker, sie ernähren sich von Würmern, Schnecken, Spinnen und verschiedenen Insekten.

Fressfeinde der Kröten sind einige Greife, Eulen, Reiher, Rabenvögel, aber auch Marder und Ringelnatter. Insbesondere der Iltis und Waschbären können ein regelrechtes Gemetzel veranstalten.

Allerdings produzieren sie mit Drüsen auf ihrer Haut giftige Sekrete zur Abwehr. Diese Gifte sind schon sehr lange bekannt und fanden als Heilmittel Anwendung.

Gehen Sie doch mal auf die Suche! Und fahren Sie besonders in der Nähe von Gewässern vorsichtig: liebestolle Kröten queren die Straße.