Das Bergwaldprojekt im Forstamt Hessisch Lichtenau!

29.11.2022

Es ist schon fast Tradition: Seit einigen Jahren kommt das Bergwaldprojekt im November für zwei Wochen in unser Forstamt um Moorflächen zu renaturieren. Jedes Mal mit einem hoch motivierten und jedem Wetter trotzenden Team aus ca. 15 Freiwilligen. So auch dieses Jahr vom 07.11. – 18.11.22 im Quellmoor „Hirschhagen“. Die immerhin 2 ha große Moorfläche war noch bis zum Sommer 2022 dicht mit Fichten bewachsen und von einem immer noch intakten System aus Entwässerungsgräben durchzogen.

„Moore bieten nicht nur unzähligen seltenen, hochspezialisierten Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, sie sind auch maßgeblich am Klimaschutz beteiligt. Moore machen insgesamt nur 3 % der gesamten Landfläche der Erde aus – trotzdem speichern sie doppelt so viel CO2, wie alle Wälder zusammengenommen. Je mehr intakte Moore wir also haben, desto besser ist das für unser Klima.

Mit zunehmender Trockenheit und sinkendem Grundwasserspiegel in Folge des Klimawandels könnten Moore austrocknen, wodurch der darin gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt wird und somit erheblich zur Treibhausgasemission zum Klimawandel beiträgt. Ist ihr Lebensraum bedroht, gefährdet das natürlich auch die Arten, die ihn bewohnen: darunter viele Eiszeitrelikte wie die kälteresistente Große Moosjungfer, die unter den milden Wintern und den häufigeren Hitzeperioden im Sommer leidet.“ (Entnommen aus https://www.klimaschutzplan-hessen.de/moor)

Deshalb wird mit Hilfe des Regierungspräsidiums Kassel im Rahmen des vom Integrierten Klimaschutzplan-2025 geförderten Projektes „Waldmoore in Hessen“ auch das Hirschhagener Moor renaturiert. Das heißt konkret:

  1. Aufnahme der bestehenden Strauchschicht, Krautschicht und Moosschicht
  2. Entnahme des Fichtenbestandes; mit Seilkran um den empfindlichen Boden zu schonen
  3. Verfüllung der Entwässerungsgräben

Schritt 1 und 2 sind bereits durch die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt und das Forstamt Hessisch Lichtenau erfolgt, bei Schritt 3 kommt das Bergwaldprojekt ins Spiel. Die Freiwilligen verlegen hierfür einen Bohlensteg über die Fläche um sich mit den Schubkarren bewegen zu können ohne den Boden zu verdichten. Mit Wiedehopfhaue und Schaufel werden dann die Gräben ausgehoben um eine Spundwand aus Holz als Barriere einzubauen. Der Rest des Grabens wird dann mit einem Gemisch aus Holzhackschnitzel und Sägemehl verfüllt und am Ende mit Binsen und Moosen bepflanzt. Die Hackschnitzel-Sägemehl-Mischung hat eine dem Torf sehr ähnliche Struktur und eignet sich deshalb hervorragend um den Wasserablauf zu stoppen. Der HR hat diesen Vorgang hier sehr schön festgehalten: https://www.ardmediathek.de/video/alle-wetter/alle-wetter-vom-08-11-2022/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xODY0NDg.

Eduard Fischer, Bergwaldprojekt e.V.

Wir vom Forstamt freuen uns mit dem Bergwaldprojekt zusammenzuarbeiten. Im Bereich der Moorrenaturierung bringt der Verein ein enormes Fachwissen mit und leistet insgesamt qualitativ sehr hochwertige Arbeit. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Freiwilligen!

Weihnachtsbaum-Verkauf 2022 in Runkel und Elz

Suchen Sie noch Ihren Taumbaum? Holen Sie Sich ein Stück Natur ins Haus – mit frisch geerntetem Weihnachtsbaum aus der Region. Wie die Jahre zuvor bieten die Stadt Runkel sowie die Gemeinde Elz zusammen mit der Revierförsterei Runkel/Elz auch dieses Jahr wieder Weihnachtsbäume zum Verkauf und auch zum Selbsternten an.

Termine und Örtlichkeiten finden Sie HIER.

Falls vor Ort der Mindestabstand von 1,5m zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, empfehlen wir das Tragen einer geeigneten Corona-Schutzmaske.

Wir hoffen, Sie finden auch dieses Jahr Ihren Traumbaum Foto:Shutterstock_TheBusinessMan

Weihnachtsbaum-Verkauf 2022 in Weilmünster

Nordmanntannen und Edeltannen direkt vom Förster …….

Samstag, den 17.12.2022

9:00 Uhr – 13:00 Uhr

Parkplatz am Forstamt Weilmünster

Suchen Sie noch Ihren Traumbaum? Auch in diesem Jahr bietet die Gemeinde Weilmünster zusammen mit dem Forstamt wieder frisch geerntete Weihnachtsbäume aus der Region an. Der Weihnachtsbaumverkauf findet wie gewohnt im Innenhof des Forstamt Weilmünster, Nassauer Straße 18, 35789 Weilmünster statt. Kann der Mindestabstand von 1,50m zu anderen Personen nicht eingehalten werden, empfehlen wir das Tragen einer geeigneten Corona-Schutzmaske.

………………………………….Finden Sie Ihren Traumbaum………………………….. Foto: HessenForst

Motorsägenkurse

28.11.2022

Das Forstamt Frankenberg-Vöhl bietet zweitätige Motorsägenkurse (Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag) für die Aufarbeitung von liegendem (Brenn-)Holz an. Die persönliche Schutzausrüstung (Helm mit Sicht-und Gehörschutz, Jacke in Signalfarben, Schnittschutzhose, Schuhe bzw. Gummistiefel mit Schnittschutz, Handschuhe) und die Motorsäge sind von den Teilnehmenden selbst zu dem Lehrgang mitzubringen.

Die Kosten für den Kurs belaufen sich auf 142,80 € inkl. MwSt. pro Person.

Die Kurse finden im Forstamt Frankenberg-Vöhl entweder am Standort in Frankenberg oder am Standort in Vöhl statt. Die genauen Informationen bzgl. des Veranstaltungsorts und die Uhrzeiten werden nach der Anmeldung mit der Anmeldungsbestätigung mitgeteilt.

An folgenden Terminen sind noch freie Plätze verfügbar:

03.02 – 04.02.2023

10.02. – 11.02.2023

17.02. – 18.02.2023

Für eine verbindliche Anmeldung senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrem vollstänigen Namen, Ihrer Adresse, Ihrem Geburstdatum und Ihrer Telefonnummer an: ForstamtFrankenberg@forst.hessen.de .

Nachruf

Den Weihnachtsbaum direkt vom Förster

Weihnachtsbaumverkauf im Reinhardswald am Sonntag, 18.12.2022

Traditionell veranstaltet das Forstamt Reinhardshagen wieder einen Weihnachtsbaumverkauf.

Der Baumverkauf findet mitten im winterlichen Reinhardswald statt.

Am Sonntag, 18.12. 2022, im Revier Waldhaus ab 10:00 Uhr bis 14 Uhr.

Die Anfahrt erfolgt von der Ortschaft Hombressen aus. Innerorts der „Waldstraße“ folgen, am „Hochzeitswald“ vorbei in Richtung Revierförsterei. Auf dem Weg zum Forsthaus bitte auf die Ausschilderung achten. Es geht auf festen Waldwegen zu der Weihnachtsbaumfläche.

Angeboten werden an beiden Terminen ausschließlich Fichten ab 10,00 Euro je vollen Meter. Die Fichten sind aus natürlicher Verjüngung oder Anpflanzung erwachsen.

Den Weihnachtsbaum direkt vom Förster zu holen, hat für viele Tradition. Der Weihnachtsbaum ist frisch aus der Region und ohne chemische Behandlung in natürlicher Umgebung erwachsen. Mit dem Kauf werden zudem lange Transportwege vermieden. Auch ist es immer wieder ein Erlebnis für die ganze Familie auf der Suche nach dem „einen“ Weihnachtsbaum zu gehen. Nebenbei beantwortet der Förster gerne Fragen rund um das Thema Wald.

Zur zünftigen Ausstattung der Besucherinnen und Besucher empfiehlt das Forstamt wetterangepasstes Schuhwerk und Kleidung, eine Axt oder besser eine Handsäge zum Baumfällen. Da die Bäume nicht eingenetzt werden ist auch ein langer Strick oder Sack zum Einbinden und besseren Transport des Baumes von Vorteil.

Abgerundet wird das besondere winterliche Walderlebnis durch das Angebot von leckeren Grillwaren und Getränken durch den Reinhardswald-Grill.

Gesperrte Forstwege dürfen zur Anfahrt der Verkaufsstelle auf eigene Gefahr befahren werden. Es wird um vorsichtige Fahrweise und Rücksicht auf andere Waldbesucher gebeten. Die Anfahrtsbeschreibung zu den Verkaufsstellen sowie weitere Informationen sind unter www.HessenForst.de zu finden.

Sperrung von Straßen und Waldgebieten wegen Jagdbetrieb

Forstamt Reinhardshagen führt am 29. und 30. November Jagden durch

Das Forstamt Reinhardshagen führt in seinen Revieren Beberbeck und Wesertal am Dienstag, 29. und am Mittwoch 30. November 2022 großräumige Bewegungsjagden zur Wildbestandsregulierung auf Rot-, Schwarz- und Rehwild durch.

Für die Jagd am Dienstag, 29. November wird die Kreisstraße K 58 im oberen Holzapetal von der Einmündung in die L 763 bis zur Einmündung in die K 55 im Zeitraum zwischen 9:00 und 13:00 Uhr gesperrt.

Die Umleitung über Sababurg und Gottsbüren in Richtung Hofgeismar und Trendelburg ist in beide Richtungen ausgeschildert.

In diesem Zeitraum ist der Waldbereich westlich der K 55 (Beberbecker Allee) und südlich des Forsthauses Beberbeck nicht zugänglich. Der Waldparkplatz im „Moosgrund“ ist gesperrt. Der Urwald Sababurg ist von der Sperrung nicht betroffen.

Zudem wird für die Dauer der Jagd auf einem Streckenabschnitt der K 55 die Geschwindigkeit auf 60 km beschränkt.

Am Mittwoch, 30. November, wird die forsteigene Reinhardswaldstraße zwischen Reinhardshagen über den Friedwald in Richtung Hofgeismar im Zeitraum von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr in beide Richtungen für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung über Udenhausen ist ausgeschildert. Der Busverkehr der NVV Linie 190 über diesen Streckenabschnitt ist in der Sperrzeit eingestellt. Fahrgastinformationen zum Ersatzverkehr oder Alternativen sind unter www.nvv.de. erhältlich.

Im einem Waldbereich östlich der Waldstraße zwischen Friedwald und dem Waldparkplatz Forstscheid bis zum Wesertal werden aus Sicherheitsgründen die Waldwege und Waldflächen in diesem Zeitraum für den Zutritt gesperrt. Der Friedwald ist in dieser Zeit geschlossen.

Die betroffenen Waldwege sind durch Sperrmarkierungen gekennzeichnet. Es wird darum gebeten die Absperrungen ernst zu nehmen und den Waldbereich bzw. die Forststraßen nicht zu betreten. Wer einen Waldspaziergang unternehmen möchte, wird gebeten auf andere Waldbereiche im Reinhardswald auszuweichen.

Das Forstamt bittet um Verständnis für die Einschränkungen.

Weihnachtsbaumverkauf im Revier Homberg

Holen Sie sich ein Stück Natur ins Haus – mit frisch geernteten Weihnachtsbäumen aus der Region. Auch in diesem Jahr bietet Ihnen das Forstamt Neukirchen wieder Weihnachtsbäume aus dem heimischen Wald an.

Im Revier Homberg können am 17.12.2022 zwischen 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr Wiehnachtsbäume selbst geerntet werden. Die Baumart ist die Nordmanntanne.

Stakeholderinformation nach Indikator 4.5.2 des deutschen FSC-Standard 3.0

24.11.2022

Mäuse und der Wald von morgen

Der Anfang November vorgestellte Waldzustandsbericht 2022 macht deutlich, wie wichtig der Aufbau klimastabiler Mischwälder ist. Dabei stehen die Forstleute vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Neben den unmittelbaren Auswirkungen des Klimawandels spielen auch die Mäuse bei der Verjüngung heimischer Wälder eine große Rolle.

Mäuse, genauer gesagt Kurzschwanzmäuse, finden auf den durch Kalamitäten entstandenen und inzwischen vielfach vergrasten Freiflächen ein optimales Habitat und vermehren sich entsprechend stark. Im Frühjahr und Sommer finden die Kurzschwanzmäuse ausreichend Nahrung. Im Herbst und Winter allerdings verursachen sie durch das Abnagen der Rinde von jungen Laubbäumen und deren Wurzeln mitunter große Schäden. Abhängig von der vorhandenen Mäusedichte, können dadurch junge Bäume auf großer Fläche absterben.

Um den Aufbau klimastabiler, zukunftsfähiger Wälder zu sichern hat das hessische Umweltministerium den Landesbetrieb HessenForst beauftragt, die zur Pflanzung mit Eiche und Edellaubbäumen, wie Ahorn oder Kirsche vorgesehenen Flächen bei Bedarf mit Kleinmaschinen (v.a. Kleinraupen) zu mulchen. Dies erfolgt ausschließlich mit dem Ziel, dort vorhandenen „Grasfilz“ oder auch andere Begleitvegetation, die den Mäusen optimale Lebensbedingungen bietet, zu beseitigen. Die Kleinmaschinen üben infolge ihres geringen Gewichts in Kombination mit einer großen Aufstandsfläche einen sehr geringen Bodendruck aus – deutlich geringer als der eines menschlichen Fußabdrucks. Negative Einflüsse auf den Waldboden sind somit auf ein absolutes Minimum reduziert. Unter den vorgenannten Bedingungen ist der Einsatz der Kleinmaschinen deshalb auch unter Berücksichtigung der forstlichen Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme PEFC und FSC zulässig.

Die vorgenannte Vorgehensweise kommt ausschließlich auf zur Vergrasung neigenden und somit risikobehafteten Standorten zur Anwendung und nur dort, wo Eichen- und Edellaubbaumkulturen (Ahorn, Kirsche, Esche usw.) durch Mäusefraß besonders gefährdet sind. Diese Maßnahmen bilden einen wichtigen Schritt hin zu einem klimastabilen Mischwald.