Hitze und Trockenheit

14.07.2022

Die Waldbrandgefahr ist sehr hoch

Die Hitze macht uns allen und dem arg gebeutelten Wald sehr zu schaffen. Nach der Trockenheit der letzten Jahre, konnten sich die Waldböden noch lange nicht richtig erholen. Das große Defizit an Wasser im Oberboden und im Grundwasser wurde noch nicht wieder aufgefüllt und macht weiterhin den Förstern*innen als den Betreuern*innen des Waldes und auch den Wasserwerken große Sorgen.

Auch in diesem Jahr hat sich durch die wenigen Winter-Niederschläge und die geringe Regenmenge im Frühjahr nur eine Durchfeuchtung des Waldbodens von ca. einem halben Meter ergeben. Der heiße Wind der aktuellen und sehr stabilen Hochdruck- Wetterlage sorgt für eine besonders hohe Verdunstung aus den Baumkronen und vom Waldboden.

Das ergibt eine deutlich unterdurchschnittliche Wasserversorgung der Bäume, was neben der Disposition der Bäume für den Insektenbefall, besonders bei den Nadelbäumen, auch zu einem sehr erhöhten Waldbrandrisiko führt.

Gerade das Nadelholz, das in den Revieren des Forstamts Weilburg nach der Aufarbeitung des Käferholzes übrigblieb, kann sehr leicht in Brand geraten und stellt so ein großes Risiko für die Waldbestände dar.

In Deutschland und auch in den angrenzenden Ländern gibt es derzeit aktuell bereits größere Waldbrände, die nur schwer unter Kontrolle zu bringen sind.

Das Forstamt Weilburg macht daher auf das aktuell sehr hohe Waldbrandrisiko aufmerksam und bittet alle Waldbesucher, sich im Wald entsprechend der Gefährdungslage vorsichtig zu verhalten und auf keinen Fall im Wald zu rauchen oder Feuer anzuzünden. Weggeworfene Glasscherben können wie Brenngläser wirken und dazu führen, dass sich trockenes Gras oder trockene Zweige entzünden.

Halten Sie in jedem Fall auch die Rettungswege und die Einfahrten der Waldwege für die Rettungsfahrzeuge frei.

Löscharbeiten (Foto: Arno Dietz)

Der Wald hat 36 neue Forstwirte

12.06.2022

Feierliche Verabschiedung im Forstlichen Bildungszentrum

Fröhlich und voller Stolz blickte Dr. Hendrik Horn bei seiner Eröffnungsansprache in den Saal. Es war auch für ihn ein imposanter Anblick und ein besonderer Moment, als er erstmals als neuer Leiter des Forstlichen Bildungszentrums (FBZ) Weilburg einen Abschlussjahrgang Forstwirte verabschieden durfte. 36 „frischgebackenen“ Forstwirtinnen und Forstwirten aus ganz Hessen wurden im gut gefüllten Saal des Hauses „Lärche“ im Beisein einiger Ausbilder und Lehrer nach bestandener Prüfung ihre Urkunden und Abschlusszeugnisse überreicht. In Dr. Hendrik Horns Einführung galt sein besonderer Dank allen, die die Auszubildenden auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss begleitet und diese unterstützt hätten, insbesondere dankte er den Ausbildern und Lehrkräften, aber auch den Familien der Absolventinnen und Absolventen sowie dem Prüfungsausschuss.

An den Feierlichkeiten nahmen auch der Regionalleiter der Region Mitte und Vorsitzende des Lenkungsgremiums Personal von „HessenForst“ Harald Dersch, die Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie Vertreter der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg teil, mit der das FBZ im Rahmen der Forstwirtausbildung kooperiert. „Wir haben uns heute hier versammelt, um Sie zu ehren!“ Harald Dersch rückte gleich die Protagonisten des Tages in den Vordergrund. Er betonte die Bedeutung des Forstwirtberufs gerade in der heutigen Zeit, in der die Wälder unter Wassermangel und Krankheiten leiden und stark angegriffen sind. „Wir stehen vor großen Aufgaben und müssen den Anforderungen im Wald fachlich gut begegnen, daher brauchen wir Sie, wir brauchen Ihre Fachkompetenz!“, betonte der Regionalleiter. Der Wald sei für alle wichtig, sowohl in seiner Funktion als Lebens- und Freizeitraum, aber auch in seiner ökologischen Bedeutung, unterstrich Harald Dersch. Abschließend konnte der Redner noch fröhlich verkünden, dass „HessenForst“ allen staatlichen Prüflingen, die einen Abschluss mit einem Notendurchschnitt bis 3,49 erreicht hätten, ein Übernahmeangebot unterbreiten würde, aber auch für die nicht staatlichen Auszubildenden gäbe es im Zuge nachfolgender Ausschreibungen Chancen auf Stellen bei „HessenForst“.

„Ich glaub‘ ich steh‘ im Wald!“ Mit einem Sprichwort eröffnete Andreas Bader seine Ansprache an die erfolgreichen Forstwirtinnen und Forstwirte. Der Abteilungsleiter der gewerblichen Abteilung an der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Schulleitung. Humorvoll erläuterte Andreas Bader, dass eine Lehrkraft der WKS mit diesem Spruch nicht unbedingt dessen allgemein üblichen Sinn – „Ich bin momentan irgendwie völlig planlos!“ – verbindet. Kolleginnen und Kollegen der Schule verknüpften mit dem Spruch eher zwei andere Dinge, die beide für diese Person eine äußerst positive Bedeutung hätten. Einerseits befände sich die Raucherecke, in die sich manche Lehrkräfte gelegentlich zu einer kurzen Zigarettenpause zurückziehen, um zu entspannen, am Rande eines kleinen Waldstücks. Im zweiten Fall könne diese Aussage nur heißen: Die Lehrkraft unterrichtet bei „HessenForst“! Das bedeute für die betreffenden Kolleginnen oder Kollegen, an einem besonders angenehmen Lernort tätig zu sein, wie er immer wieder erfahren würde, hob Andreas Bader hervor und sagte: „Nicht nur, dass die Ausbildung bei „HessenForst“ in wunderschöner Lage im Wald stattfindet. Es ist vor allem die besondere Atmosphäre, die diesem Ort inne ist.“ Und dies übertrage sich sowohl auf die Schüler als auch die Lehrkräfte. Der Abteilungsleiter betonte, dass von den Lehrern und der Schulleitung der Wilhelm-Knapp-Schule die Zusammenarbeit mit „HessenForst“ als äußerst angenehm und positiv empfunden werde und sprach für diese gute Zusammenarbeit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des FBZ seinen besonderen Dank aus. „Wenn Sie sagen – ‚Ich glaub‘ ich steh‘ im Wald!‘, meinen Sie mit Sicherheit etwas anderes“, wandte sich Andreas Bader an die jungen Forstwirtinnen und Forstwirte. „Sie befinden sich am schönsten Arbeitsplatz, den unser Land zu bieten hat“, verkündete der Abteilungsleiter und hob anschließend hervor, wie wichtig dieser Arbeitsplatz ist, was insbesondere durch die Klimaveränderungen, die zu schweren Waldschäden in ganz Europa geführt hätten, allen schmerzlich bewusst geworden sei. Auf den Wald kämen in den kommenden Jahren weitere Veränderungen zu. „Ihr Beruf wird mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, wenn es darum geht, diese Veränderungen zu begleiten und den Wald auf diese Veränderungen vorzubereiten“, schloss Andreas Bader seine Rede und wünsche allen für ihre berufliche Zukunft und Ihren privaten Lebensweg alles erdenklich Gute.

Sehr zufrieden mit den Prüfungsleistungen und dem Abschneiden der Auszubildenden zeigte sich Ralf Eiffler als Vertreter des Gesamtpersonalrats und Mitglied des Prüfungsausschusses. Er hob die Bedeutung von „HessenForst“ als Arbeitgeber hervor. Obwohl es aus Gewerkschaftssicht immer noch Verbesserungsmöglichkeiten gäbe, sei „HessenForst“ insgesamt gut aufgestellt, stellte der Personalratsvertreter heraus. Ralf Eiffler betonte noch einmal die Bedeutung des Sicherheitsaspekts bei der Arbeit im Wald und gab den Forstwirtinnen und Forstwirten einen persönlichen Rat mit auf den Weg, mit dem er stets gut gefahren sei: „Wenn ich eine Entscheidung treffe, wie ein Baum zu fällen ist, stelle ich mir vor, was im schlimmsten Fall passieren könnte und platziere mich dort, wo ich vor dieser Gefahr sicher bin!“ „Kommen Sie immer gesund nach Hause, alles Gute und Glück auf!“, wünschte der Personalratsvertreter den jungen Forstwirtinnen und Forstwirten abschließend. „I keep a close watch on this heart of mine, I keep my eyes wide open all the time, […] I walk the line.” (Deutsch frei interpretiert: „Ich folge meinem Herzen, bin wachsam und neugierig und bleibe auf dem rechten Weg.“) Mit diesem Auszug des weltbekannten Songs „I walk the line“ von Johnny Cash verband Christian Reiter, der als amtierender Vorsitzender des Prüfungsausschusses federführend für die Organisation und Durchführung der Prüfungen verantwortlich war, seine Abschlussrede. Folgt Eurem Herzen und setzt Euch, wenn nötig, ein für Eure Freiheit, die spätestens seit dem Krieg in Osteuropa keine Selbstverständlichkeit mehr ist, führte Christian Reiter aus. „Geht nicht den leichtesten Weg, sondern geht den richtigen Weg!“ betonte der Prüfungsausschussvorsitzende und wünschte den Forstwirtinnen und Forstwirten hierfür Weisheit und gute Berater, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auf den Beruf des Forstwirts bzw. auf die Ausbildung bezogen, meinte Christian Reiter: „Ihr habt drei Jahre lang gelernt, um richtig von falsch zu unterscheiden. Wählt zu Eurer eigenen Sicherheit und der Sicherheit Eurer Kolleginnen und Kollegen auch hier den richtigen Weg.“ Nicht nur in seiner Funktion als Prüfungsvorsitzender, sondern auch als Lehrer, der die Auszubildenden drei Jahre lang unterrichtete, habe er die jungen Menschen kennen- und schätzen gelernt, daher wünschte er ihnen zum Abschluss: „Alles Gute, walk the line und nicht Tschüss, sondern auf Wiedersehen!“

Die beiden Klassenbesten Frau Theresia Heßling und Herr Felix Muth nach Erhalt Ihrer Auszeichnung in Form einer Axt eingerahmt von (von links nach rechts) Christian Reiter, Dr. Hendrik Horn, Harald Dersch, Dirk Mack und Andreas Bader (Foto: Dr. Andreas Böttig)

„Mit dem Abschluss der Ausbildung hat das Lernen ein Ende!“, richtete Dr. Hendrik Horn abschließend das Wort an die erfolgreichen Forstwirtinnen und Forstwirte. Aber das sei nicht ganz korrekt, meinte der Leiter des Forstlichen Bildungszentrums, denn es würden noch weitere Fortbildungen und Qualifizierungen folgen. Auch gebe es die Möglichkeit sich beruflich weiterzuentwickeln, beispielsweise die Meisterprüfung abzulegen. „Wir entlassen Sie in das Berufsleben in einem gefährlichen Arbeitsplatz“, wies auch er noch einmal auf die Gefahren und Verantwortung, die der Beruf des Forstwirts mit sich bringt, hin. „Es geht nicht gegeneinander, es geht nicht nebeneinander, es geht nur miteinander!“, gab Dr. Hendrik Horn, nicht nur mit Blick auf das Berufsleben, sondern auch auf den Alltag, den Absolventinnen und Absolventen als Rat mit auf den Weg. Im Leben gäbe es nicht nur Erfolge, aber: „Seien Sie stolz, auf das was Sie erreicht haben, und wenn Sie stolpern, dann stehen Sie wieder auf und gehen Sie weiter!“ Im Anschluss erfolgte die Übergabe der Prüfungszeugnisse und Forstwirturkunden inklusive des „Europäischen Motorsägenzertifikats“ der höchsten Stufe durch Dr. Hendrik Horn, Harald Dersch, Christian Reiter und Dirk Mack, der seitens der Wilhelm-Knapp-Schule die Zusammenarbeit mit dem Forstlichen Bildungszentrum koordiniert. Den Klassenbesten Theresia Heßling (Klasse 19 A), die ihre Ausbildung mit der Durchschnittsnote 1,43 abgeschlossen hat und damit auch Jahrgangsbeste war, sowie Felix Muth (Klasse 19 B), der es auf einen Schnitt von 1,59 brachte, wurde als Anerkennung für ihre Verdienste traditionsgemäß eine Forstaxt mit persönlicher Gravur verliehen.

Die neuen Forstwirtinnen und Forstwirte Hessens im Kreis der Ausbilder, Lehrkräfte, Prüfungsausschussmitglieder und Honoratioren (Foto: Dr. Andreas Böttig)

Als neue Forstwirte wurden verabschiedet: Klasse 19 A (Klassenlehrerin Astrid Weber): Niklas Bernhardt, Knüllwald/Ellinghausen (Forstamt Melsungen), Anna Eysert, Schauenburg (Forstamt Wolfhagen), Bastian Gärtner, Wetter (Forstamt Frankenberg), Theresia Heßling, Vöhl-Marienhagen (Forstamt Kirchhain), Lennart Hinze, Eschenburg (Gemeinde Eschenburg), Jonathan Jericho, Willingshausen (Forstamt Romrod), Jonathan Kneeland, Wildeck (Forstamt Melsungen), Karl Lange, Naumburg (Stadt Naumburg), Lukas Müller, Angelburg (Forstamt Kirchhain), Noah Nagy, Breuna (Forstbetrieb Stefani), Philipp Paul, Angelburg  (Stadt Herborn), Jacob Pfeil, Edertal (Waldeckische Domanialverwaltung), Pascal Röhle, Vöhl-Basdorf (Forstamt Wolfhagen), Steffen Sander, Borgentreich (Forstamt Frankenberg), Tobias Wilhelm Schlitt, Alsfeld (Forstamt Romrod), Leon Schroth, Kaufungen (Forstamt Hessisch Lichtenau) und Henrik Umbach Edermünde (Forstamt Melsungen).
Klasse 19 B (Klassenlehrerin Astrid Weber): Samuel Bechtold, Weinheim, (Forstamt Beerfelden), Julius Behr, Villmar (Forstamt Weilburg), Sebastian Lennard Berger, Wölfersheim (Forstamt Jossgrund), Philipp Bitsch, Heppenheim (Magistrat der Stadt Bensheim), Yannik Eggebrecht, Weilmünster (Forstamt Weilburg), Daniel Haller, Neuental (Stadt Neu-Anspach), Iven Herborn, Hünfelden (Stadt Limburg an der Lahn), Jonas Höhner, Reichelsheim (Forstamt Beerfelden), Laurin Lucas, Schmitten (Forstamt Weilburg), Michael Maienschein, Steinau an der Straße (Steinau an der Straße), Julian Merker, Neuhof-Giesel (Forstamt Fulda), Felix Muth, Bad Camberg (Stadt Bad Camberg), Anton Ockhardt, Waldems (Gemeinde Hünfelden), Emil Reiter, Grävenwiesbach(Gemeinde Weilrod), Lukas Maximilian Schäfer, Heiligenhaus (Land- und forstwirtschaftliche Dienstleistungen Christoph Uhl), Henry Schneider, Flörsbachtal (Forstamt Jossgrund) und Henry Setzer, Wetzlar (Stadt Wetzlar). Als externe Prüflinge nahmen noch Karim Bürger, Bad Homburg (Betriebshof Bad Homburg vor der Höhe) und Tim Hermann, Dietzhölztal, erfolgreich an den Abschlussprüfungen teil.

Jetzt ist Zeckenzeit – mit etwas Vorsicht genießen Sie Ihren Waldspaziergang sorgenfrei

02.05.2022

Nicht zu heiß und doch schon richtig sommerlich – jetzt ist genau die Zeit zum Wandern, Radeln und Picknick machen. Und nach einer Anstrengung lässt man sich zur Pause gerne mal am Waldrand oder auf einer Wiese nieder.

Zecke oder „Holzbock“ (Ixodes ricinus)   (Foto: A. Dietz)

Aber genau dort lauern die Zecken (die man im Volksmund auch als „Holzbock“ bezeichnet) auf ihre Wirtstiere (das sind die Säugetiere und der Mensch). An Waldrändern, auf Kulturflächen im Wald und überall in einer grenzlinienreichen Landschaft, wo die Warmblüter öfter mal vorbeikommen, sitzen die Zecken auf den Pflanzen, gehen sozusagen „im Vorbeigehen“ auf den Wirt über und bleiben in der Kleidung oder bei Tieren im Fell hängen. Von dort aus suchen sie sich auf dem Körper eine schöne warme Stelle mit weicher Haut. Dort bohrt sich die Zecke dann ein, lässt zunächst einen gerinnungshemmenden Stoff fließen, um danach dann Blut zu saugen.

Wir bemerken die übliche Stichreaktion unseres Körpers auf der Haut. Es juckt und das ist zunächst noch nichts Bedenkliches. Während des Saugens können von der Zecke, falls vorhanden, aber auch Krankheitserreger übertragen werden. Je länger der Saugvorgang dauert (z. B. bis der Mensch die Zecke entdeckt und entfernt), desto mehr Erreger können übertragen werden. Gefährlich sind die Erreger der Hirnhautentzündung (der Frühsommer-Enzephalo-Meningitis, FSME) und der Borreliose. Gegen die FSME kann man sich durch eine Schutzimpfung schützen. Die Borreliose kann, wenn sie im Blut nachgewiesen wurde, mit Antibiotika behandelt werden.

Etwa 2-5 % der Zecken tragen die FSME-Erreger, in Deutschland und Österreich auch regional unterschiedlich, in sich.  Borrelien als Erreger der Borreliose konnten bei ca. 5 bis 35 % der Zecken nachgewiesen werden.

Vorbeugendes richtiges Verhalten in der Natur verschafft uns sorgenfreie Spaziergänge und einen ungetrübten Naturgenuss. Neben einer Schutzimpfung gegen FSME helfen das Tragen von enganliegender Kleidung und einer Kopfbedeckung beim Durchstreifen der Wälder und besonders der Waldränder.

Helle Kleidung ist für das schnelle Auffinden der Zecken hilfreich. Meiden Sie am besten den direkten Waldrand, da hier besonders häufig Zecken auf ihre Wirte warten; im Waldesinneren gibt es meist weniger Zecken. Wenn Sie wieder zuhause sind, wechseln Sie die Kleidung, schütteln diese gut aus und beim Duschen suchen Sie Ihren Körper auf Zecken ab. Zum richtigen Entfernen von Zecken bitte kein Öl und keinen Alkohol verwenden; die Zecke bekommt dadurch Atemnot und gibt mehr Sekret in die Stichstelle (und damit ggf. mehr Krankheitserreger) ab. Entfernen Sie die Zecke mit einer Zeckenzange, einer Pinzette oder einer Zeckenkarte. Ein Herausdrehen ist nicht sinnvoll, da es bei der Zecke keinen morphologischen Grund für eine „günstige“ Drehrichtung gibt. Ganz kleine Zecken (sogenannte Nymphen) kann man auch einfach mit dem Fingernagel abkratzen, wenn sie noch nicht festsitzen.

Wenn Sie nicht zurechtkommen oder wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sich der Stich ggf. doch mehr entzündet, markieren Sie bitte die Stelle auf der Haut und gehen Sie zum Hausarzt.

Internationaler Tag des Waldes 2022

21.03.2022

Die FAO hat schon Ende der 70er Jahre für den 21. März den Internationalen Tag des Waldes ausgerufen. Mit diesem Aktionstag soll auf die große Bedeutung der Wälder auf der Welt für die Menschen, die Artenvielfalt und das Klima aufmerksam gemacht werden.

Ein Wald ist eine überwiegend mit Bäumen bestandene Fläche, die so groß ist, dass sich auf ihr ein Waldklima ausbilden kann. Waldflächen können sich aus sich selbst heraus verjüngen und das Werden und Vergehen kann bei nur geringen Störungen von außen in ein Gleichgewicht kommen. Es entsteht ein regelmäßiger Stoffkreislauf. Wälder sind komplexe Ökosysteme. Sie sind das produktivste Landökosystem und neben den Ozeanen die wichtigste Einflussgröße für das globale Weltklima.

Nur in Wäldern wird im Gegensatz zu anderen Landnutzungsformen wirksam Kohlendioxid aufgenommen und gespeichert. Sie sind neben den Ozeanen die wichtigsten Flächen für die Sauerstoffproduktion. Als sehr langlebige Ökosysteme sind sie für die Artenvielfalt zur Erhaltung des Genpools von unschätzbarem Wert. Durch den Bodenschutz, die Speicherung und den Schutz der Wasservorräte und durch die Schaffung von Lebensräumen im nur langsam vergehenden Totholz, ist unser Wald so ein Universaltalent.

Von Beginn an nimmt der Mensch Einfluss auf die Lebensgemeinschaft Wald. Zunächst war der Einfluss nur gering, durch Siedlungstätigkeit und hohen Holzbedarf stieg er sehr deutlich an. Holz ist für vielfältige Verwendungen ein sehr begehrter Rohstoff. Heute wird die Waldfläche nur noch wenig verändert.

Die Gesellschaft hat inzwischen den Wert des Waldes erkannt und der Wald wird an vielen Stellen auch und besonders um seiner selbst Willen geschützt. Gerade aktuell, während des Wiederaufbaus nach der Borkenkäferkatastrophe, werden größte Anstrengungen unternommen, einen klimastabilen und artenreichen neuen Wald aufzubauen.

Blick in einen alten Erosionsgraben im Wald mit kleinem Wasserlauf und Totholz im noch winterkahlen Wald im Taunus  (Foto: Arno Dietz)

Jubiläumsführungen im Wildpark

17.09.2021

Der Wildpark „Tiergarten Weilburg“ besteht als Wildpark nun schon seit gut 50 Jahren und der Verein der Freunde und Förderer des Wildparks „Tiergarten Weilburg“ kann auf 40 Jahre zurückblicken.

Beide Jubiläen sind Anlass dafür, die Bevölkerung am Samstag und Sonntag, 25. und 26. September, zu jeweils drei Führungen durch den Wildpark einzuladen:

10 Uhr: „Waldpädagogische Familienführung“ mit Johanna Heep und Katja Erbe

14 Uhr: „Von der Ameise bis zum Wolf“ mit Jürgen Stroh und Forstamtsleiter Werner Wernecke

16 Uhr: „Von der Speisekammer des Grafen zum Park für Natur und Mensch, 1584 – 2021“ mit Hans-Peter Schick

Der Eintritt ist an diesen Tagen für Fördervereinsmitglieder und Tierpaten kostenlos.

Eine vorherige Anmeldung für die Führungen ist nicht notwendig.

Wildpark „Tiergarten Weilburg“ freut sich über Nachwuchs

13.05.2021

Elchkälber und Wisentkalb im Mai geboren

Elchkuh „Laura“ mit ihrem Nachwuchs (Foto: Heep)

Der Wildpark „Tiergarten Weilburg“ und seine Besucher haben allen Grund zur Freude: Bei den Elchen und bei den Wisenten gibt es Nachwuchs zu bestaunen. Am 12. Mai entdeckten die Tierpfleger bei ihrer täglichen Fütterungstour den Nachwuchs: Elchkuh „Laura“ hat zwei gesunde Elchkälber geboren, davon eines weiblich, das andere männlich. Auch Wisentkuh „Maiblume“ hat ein gesundes männliches Kalb zur Welt gebracht. „Wir freuen uns sehr über die neuen Tiergarten-Bewohner. Alle drei sind wohl auf und unsere Tierpfleger beobachten die Entwicklung genau“, berichtet Johanna Heep, die seit Mai als neue Funktionsbeamtin „Wildpark“ im Forstamt Weilburg tätig ist.

Tiergarten Weilburg sucht Namen
„Bei der Namensfindung sind wir uns noch nicht einig“, gesteht Heep. „Daher möchten wir die Gäste des Tiergartens einbinden und freuen uns über Namensvorschläge“, berichtet Heep.
Namensvorschläge für die drei Neulinge nimmt der Tiergarten gerne unter info@wildpark-weilburg.de bis zum 06.06.2021 entgegen.

Eine Kommission aus Wildpark-Mitarbeitern, Vertretern des Fördervereins sowie der Stadt Weilburg werden aus den eingesendeten Vorschlägen drei Namen auswählen. Der Verein der Freunde und Förderer des Wildparks „Tiergarten Weilburg“ wird die Gewinner mit einem Buch „Wildpark Tiergarten Weilburg – ein Ort für Natur und Menschen“ belohnen.