Massiver neuer Borkenkäferbefall im Burgwald

24.06.2021

Das Forstamt Burgwald bittet seine Waldbesucherinnen und Waldbesucher um Verständnis für gewisse Einschränkungen, die sich aus der stark angespannten Waldschutzsituation zwangsläufig ergeben werden:

Trotz der kühl feuchten Witterung im April und in der ersten Maihälfte sieht sich der Burgwald einem Borkenkäferbefall in noch nie da gewesener Heftigkeit ausgesetzt. Es handelt sich überwiegend um den „Achtzähnigen Fichtenborkenkäfer“, wegen seines markanten Brutbildes auch Buchdrucker genannt. Seine Population hat sich seit 2019 von Jahr zu Jahr vervielfacht.

Für die Forstbetriebe mit nennenswerten Fichtenanteilen geht es in den kommenden Wochen darum, die sich gerade in frisch befallenen Bäumen entwickelnden Käfer am Ausflug und am Befall neuer Bäume zu hindern. Dazu werden in den kommenden Wochen verstärkt Holzernte- und Rückemaschinen zum Einsatz kommen, um das befallene Holz vor Ausflug der neuen Käfergeneration zu den verarbeitenden Sägewerken zu bringen, auf Lagerplätze außerhalb des Waldes zu fahren oder erforderlichenfalls auch mit Pflanzenschutzmitteln zu behandeln.

Im Einzugsbereich der vielen Schutzgebiete des Burgwalds ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ausgeschlossen! Aus einem über 5000 ha großen Areal um den „Langen Grund“ bei Schönstadt, die „Franzosenwiesen“ und das „Rote Wasser“, dem „Christenberg“ und seinem „Talgrund“, sowie dem „Diebskeller“ mit „Hungertal“ wird sämtliches aufgearbeitete Fichtenholz unbehandelt auf Trockenlager außerhalb des Waldes transportiert.

Unvermeidbar wird die verstärkte Inanspruchnahme der Waldwege durch Arbeitsmaschinen und LKWs sein. Im Bedarfsfall werden Wege aus Sicherheitsgründen für den Besucherverkehr gesperrt werden müssen. Auch deren Beschaffenheit kann durch die Maschinen und Transportfahrzeuge beeinträchtigt werden.