Exkursion zu Natur im Wandel am Sonntag, 28.08.2022

12.08.2022

Nach den Dürrejahren seit 2018 stehen in Deutschland mehr als 250.000 fußballfeldgroße Flächen zur Wiederbewaldung an. Auch das Forstamt Groß-Gerau weist Schadflächen von mehr als 100 ha auf, die wieder Wald werden sollen. Die Förster setzen bei der Mammutaufgabe Wiederbewaldung unter sich veränderten Klimabedingungen auf natürliche Waldentwicklung, gelenkte Naturverjüngung, Saat und Pflanzung. Bei der Veranstaltung werden verschiedene Verfahren vorgestellt und vor Ort mit den Teilnehmern diskutiert. Die Exkursion unter Leitung von Klaus Velbecker (Forstamt Groß-Gerau) und Ralph Baumgärtel (Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf (UBZ) beginnt um 09.00 Uhr am Gundhof 1 in Mörfelden Walldorf und dauert ca. 2,5 Stunden. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürger und Bürgerrinnen und ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Auskünfte erhalten Sie über das Umweltbildungszentrum.

Veranstaltungsprogramm 2022 veröffentlicht

25.02.2022
Veranstaltungsprogramm 2022/23

Seit 2014 gibt es auf dem Kühkopf das Umweltbildungszentrum „Schatzinsel Kühkopf“ (UBZ). Träger der Institution ist das Regierungspräsidium Darmstadt, Betreiber ist HessenForst, Forstamt Groß-Gerau, das gleichfalls im Auftrag des Regierungspräsidiums die Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet organisiert.

Das Umweltbildungszentrum ist das westliche Eingangstor zum UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald, mit dem es kooperiert. Es ist aber auch das „Eingangstor“ zu Hessens größtem Naturschutzgebiet, Europareservat und NATURA 2000 Gebiet Kühkopf-Knoblochsaue. Die Aufgabe des Zentrums ist es, die Besucher für den Naturschutz zu sensibilisieren und ist damit der wichtigste Bestandteil des Besucherlenkungssystems im Naturschutzgebiet.

Das Umweltbildungszentrum arbeitet nach den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und greift neben den Informationen über das Gebiet auch weitere umweltrelevante Themen auf. Es wird jährlich von ca. 30.000 Personen besucht, etwa ein Drittel davon nehmen an den rund 350 Veranstaltungen teil, die dort im Jahresverlauf stattfinden. 4 Förster*innen des Forstamtes sowie zwei FÖJler*innen sind vor Ort für die Belange des Umweltbildungszentrums zuständig.

Nachdem die Jahre 2020 und 2021 stark von der Coronalage überschattet waren und viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten, startet das Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf (UBZ) wieder mit einem anspruchsvollen Jahresprogramm in die neue Saison. UBZ und diverse Partner bieten mehr als 100 Veranstaltungen auf dem Kühkopf und im Hofgut Guntershausen. In der ersten Jahreshälfte finden überwiegend Veranstaltungen im Außenbereich statt. Einen Schwerpunkt, der sich durch das ganze Jahresprogramm zieht, werden die augenfälligen Veränderungen sein, die mit dem globalen Klimawandel einhergehen. Dazu finden diverse Außenveranstaltung statt, aber auch das Naturschutzsymposium im September wird sich mit dem Thema beschäftigen.

Neben diesem Schwerpunkt finden wieder bewährte und neue Formate mit Themen rund um den Kühkopf statt. Die Naturforscherwerkstatt des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald lädt junge Forscher ab Mai einmal im Monat zu einem Forscherworkshop ein. Die „Kräuterfrauen“ bieten ebenfalls monatlich Führungen zu speziellen botanischen Aspekten. Im Verwalterhaus des Fördervereins Hofgut Guntershausen finden diverse künstlerische Ausstellungen und Vorträge zu lokalhistorischen Ereignissen statt. Um Kunst geht es auch im UBZ bei „Kunst im Gewölbe“ und der „Akademie in der Au“, die im Juli stattfindet.

Pandemiebedingt musste das traditionelle Frühlingsfest leider entfallen, das Kelterfest am 18. September soll aber stattfinden. Die Veranstaltungen sind online über die Webseite des UBZ einzusehen und zu buchen. Anmeldungen sind obligatorisch. Der gedruckte Jahreskalender ist während der Öffnungszeiten im Umweltbildungszentrum erhältlich. Weitere Infos unter www.schatzinsel-kuehkopf.de

Baumlehrpfad auf Kühkopf eröffnet

04.11.2021

Neuer Lehrpfad am Hofgut Guntershausen

Seit 2014 gibt es auf dem Kühkopf das Umweltbildungszentrum „Schatzinsel Kühkopf“ (UBZ). Träger der Institution ist das Regierungspräsidium Darmstadt, Betreiber ist HessenForst, Forstamt Groß-Gerau, das gleichfalls im Auftrag des Regierungspräsidiums die Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet organisiert.

Das Umweltbildungszentrum ist das westliche Eingangstor zum UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald, mit dem es kooperiert. Es ist aber auch das „Eingangstor“ zu Hessens größtem Naturschutzgebiet, Europareservat und NATURA 2000 Gebiet Kühkopf-Knoblochsaue. Die Aufgabe des Zentrums ist es, die Besucher für den Naturschutz zu sensibilisieren und ist damit der wichtigste Bestandteil des Besucherlenkungssystems im Naturschutzgebiet.

Das Umweltbildungszentrum arbeitet nach den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und greift neben den Informationen über das Gebiet auch weitere umweltrelevante Themen auf. Es wird jährlich von ca. 30.000 Personen besucht, etwa ein Drittel davon nehmen an den rund 350 Veranstaltungen teil, die dort im Jahresverlauf stattfinden. 4 Förster*innen des Forstamtes sowie zwei FÖJler*innen sind vor Ort für die Belange des Umweltbildungszentrums zuständig. Weitere Informationen unter: www.schatzinsel-kuehkopf.de

Anhand von 13 Tafeln zwischen der Stockstädter Brücke und dem Hofgut Guntershausen können sich Besucher seit Montag über die verschiedenen Baumarten im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue informieren. Es werden die wichtigsten Baumarten des Auwaldes, aber auch seltene und untypische Arten vorgestellt. Bei den Texten habe man bewusst nicht gespart, teilte der Leiter des Umweltbildungszentrums Schatzinsel Kühkopf und Initiator des Lehrpfades Ralph Baumgärtel mit: „Gerade im Bereich des historischen Hofgutes schlendern die Leute gemütlich durch die Lande und können durchaus auch mal länger an einer Infotafel verweilen.“

Auf den Tafeln finden sich Name des Baumes und Abbildungen der Blätter, die die Zuordnung zum Baum erleichtern. Zusätzlich gibt es umfangreiche Informationen zu den Standorten auf denen die Bäume wachsen, zu deren Vorkommen in der Rheinaue, zu Krankheiten, Verwendung und deren Bedeutung für den Naturschutz. Die Toleranz der Baumarten gegenüber Überflutung wird ebenfalls thematisiert. Dabei knüpft der Lehrpfad an Inhalte an, die auch im Umweltbildungszentrum und auf dem Auelehrpfad „Draußen am Fluss“ zu finden sind. Allgemeine ökologische Fragestellungen werden auf die einzelne Art heruntergebrochen und am Beispiel konkretisiert. Neben den typischen Auebaumarten, wie Eiche, Esche, Silberweide und Bergahorn finden sich dort auch nicht heimische Gehölze, wie die durch die Römer eingebrachte Kirschpflaume oder die am Mississippi beheimatete Schwarznuss. Auch Hessens häufigste Laubbaumart, die auf dem Kühkopf sehr seltene Rotbuche, findet sich am Hofgut und wird auf einer Tafel beschrieben. Die Inhalte der Tafeln finden sich auch auf der Webseite der Schatzinsel unter: https://schatzinsel-kuehkopf.hessen.de/schutzgebiet/erholung-und-naturbeobachtung/b%C3%A4ume-der-aue-%E2%80%93-baumlehrpfad