Forstamt Rüdesheim setzt bei Wiederbewaldung auf Biodiversität – Naturverjüngung und Artenvielfalt haben Vorrang

10.01.2020

Die Erfüllung der für uns alle lebenswichtigen Waldfunktionen und ein Wald, der bei Klima- und Wetterextremen weitestgehend bestehen kann und sich aus sich selbst heraus verjüngt – das sind die wichtigsten Ziele bei der Wiederbewaldung nach Stürmen und Borkenkäferkatastrophen im Rheingauer Wald.
Die Notwendigkeiten durch die Klimaveränderung, die Ziele und Ansprüche der Waldeigentümer, der verschiedensten Interessen- und Nutzergruppen, Überlegungen zur Sicherung unseres Trinkwassers und der Bodenschutz fließen in die Planung ein. Die Umsetzung auf den einzelnen Flächen erfolgt nach den standörtlichen Gegebenheiten, der Lage der Fläche und nach dem noch vorhandenen Waldbestand. Die bereits auf der Fläche vorhandene Naturverjüngung wird beurteilt, deren Ergänzung mit Mischbaumarten oder die Neubegründung von Wald werden nach Art und Umfang festgelegt. Große Flächen erhalten durch das gezielte Einbringen von Baumarten zur Landschaftspflege und durch häufigen Baumartenwechsel eine möglichst vielfältige Struktur, die den Wald dauerhaft sicher soll.
Wir greifen dabei auf langjährige Erfahrung bei der Wiederbewaldung von  Kalamitätsflächen zurück, die wie auf dem Foto nun bereits knapp 30 Jahre alt sind und bisher den aktuellen Klima- und Wetterverhältnissen gut standgehalten haben. Das Foto zeigt die Abteilung 26 im Revier Kammerforst. In diesen Wald, in dem heute 14 verschiedene Baumarten wachsen, bieten wir auf Anfrage auch Exkursionen an.