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Aktuelle Meldung vom 05.02.2014

Holznutzung ist Klimaschutz

Holz ist ein gigantischer CO2-Speicher: Bäume entziehen der Atmosphäre beim Wachsen je Kubikmeter Holz ca. 1,4 Tonnen des klimaschädlichen CO2. Wird das Holz in langlebige Produkte - wie zum Beispiel Dachstühle und Möbel - verarbeitet, wird auch der Kohlenstoff entsprechend lange fixiert.

Nachhaltige Waldpflege ist Voraussetzung!

Das Klima profitiert nur dann von der Holznutzung, wenn der Wald nachhaltig bewirtschaftet wird. Das heißt, es darf nur so viel Holz geerntet werden, wie gleichzeitig an anderer Stelle des Waldes auch wieder nachwachsen kann.

Für den hessischen Staatswald übernehmen wir hierfür die Verantwortung:
HessenForst hat in den vergangenen Jahren sogar etwas weniger Holz genutzt, als im selben Zeitraum nachgewachsen ist.

Für die Buche im hessischen Staatswald gilt: Buchenwirtschaft ist aktiver Klimaschutz.

HessenForst pflegt die Buchenbestände und nutzt sie nachhaltig, um den von der Bevölkerung nachgefragten, heimischen und umweltfreundlichen Rohstoff kontinuierlich zur Verfügung stellen zu können. Der Kohlenstoffvorrat in den Buchenbeständen ist konstant geblieben (2003 – 2013). Die jährlich geerntete Buchenholzmenge und die daraus gefertigten Holzprodukte ersparen der Atmosphäre jährlich gut 300.000 t CO2, die ansonsten beim Einsatz energieaufwendiger Bau-und Werkstoffe oder fossiler Brennmaterialien zusätzlich freigesetzt würden.

Was hilft dem Klima mehr: Ungenutzter Wald oder nachhaltig bewirtschafteter Wald?

CO2 InfokästchenAus der Nutzung genommene Wälder streben einem Gleichgewicht zwischen Holzaufbau und Holzzersetzung zu. CO2-Entnahme und -angabe halten sich dann die Waage. Was bedeutet das?

Überlässt man gepflegte Wälder sich selbst, steigt der Holzvorrat in diesem Wald zunächst einmal an – erst deutlich, später weniger, nach einigen Jahrzehnten gar nicht mehr. Der Einfluss des gewachsenen Holzes auf die Treibhausgasbilanz geht langfristig gegen Null.

Im nachhaltig genutzten Wald ergibt sich dagegen auch langfristig ein positiver Beitrag zum Klimaschutz: Der Holzzuwachs wird dauerhaft (!) auf einem hohen Niveau gehalten, so dass der im Holz gespeicherte Kohlenstoff dauerhaft „abgeschöpft“ werden kann.

Die Verwendung von Holz in langlebigen Holzprodukten ist dabei ideal. Aber auch der Einsatz als Brennstoff ist für das Klima besser, als die Verwendung fossiler Brennstoffe.


Holz statt Klimakiller

Baut man mit Holz, erspart man der Atmosphäre mit jedem Kubikmeter Holz sogar mehr als 1 Tonne CO2, die ansonsten bei der Herstellung anderer, unter hohem Energieverbrauch entstandener Baustoffe an die Atmosphäre abgegeben würde.

Energieverbrauch bei der Herstellung verschiedener Materialien (PROFFT 2007)

Energieverbrauch bei der Herstellung verschiedener Materialien (PROFFT 2007)


Alleine das nachhaltig im hessischen Wald erzeugte Holz erspart der Atmosphäre auf diese Weise jedes Jahr rund 4 Millionen Tonnen CO2, das entspricht etwa einem Viertel der gesamten hessischen CO2-Emissionen. Wuchsstarke Baumarten erbringen dabei einen besonders hohen Beitrag, die Douglasie etwa das Doppelte der Buche.

Diese klimaschonenden Effekte erbringt ein nachhaltig bewirtschafteter Wald dauerhaft.


Weitere Informationen

Wie viele Bäume Sie pflanzen müssten, um Ihren CO2-Ausstoß zu kompensieren, können Sie mit unserem CO2-Rechner herausfinden.

Weitere Informationen zur Buchenwaldbewirtschaftung finden Sie in den folgenden Beiträgen: