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Aktuelle Meldung vom 02.11.2017

Ausweisung des neuen Naturparks Reinhardswald

Umweltministerin Priska Hinz: „Dank unseres neuen Gesetzes konnte der Reinhardswald als neuer Naturpark ausgewiesen werden. Damit belegen wir einen Spitzenplatz beim Anteil von Naturparken an der Landesfläche.“

Waldweg
„Naturparke sind ein Erfolgsmodell für den Umweltschutz und die Stärkung des ländlichen Raums daher sind Naturparke besonders wichtig“, so Umweltministerin Priska Hinz. Die Bedeutung der Naturparke als Orte der Begegnung von Menschen mit Natur und Landschaft ist unbestritten – verständlich daher die langjährigen Bestrebungen der Region, einen Naturpark Reinhardswald auszuweisen. Diesem Wunsch standen bis Dezember 2015 jedoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen entgegen.

„Vor diesem Hintergrund habe ich 2015 ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Neuausweisung und die Arrondierung von Naturparken wieder ermöglicht. Ich freue mich, dass ich dem Wunsch der Region über die Neuausweisung des zwölften Hessischen Naturparks Reinhardswald jetzt endlich entsprechen kann“, kommentierte Hinz heute die amtliche Bekanntgabe der Ausweisung des Naturparks. Im Rahmen der Veranstaltung überreichte die Ministerin Susanne Selbert, Erste Vorsitzende des Vereins „Naturpark Reinhardswald e.V.“ und Vizelandrätin des Landkreises Kassel, die Anerkennungsunterlagen des Naturparks Reinhardswald. „Wir freuen uns sehr, dass es nach dem langen Vorlauf und der intensiven Vorbereitung jetzt gelungen ist, die Anerkennung als Naturpark zu erhalten“, betonte Selbert. „Für die Region zwischen Solling und Diemel ist das heute ein guter Tag und ich bin sicher, dass der neue Naturpark ein Erfolg wird“.

Dem Verein mit seinen Gründungsmitgliedern Naturparkkommunen, Landkreis Kassel und dem Landesbetrieb Hessen Forst wünschte die Ministerin erfolgreiches Wirken. Die besten Wünsche richtete Hinz auch an die Naturparkgeschäftsführung. Diese unterliegt bis Ende des Jahres kommissarisch dem Leiter des Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel, Peter Nissen. Ab 1. Januar 2018 wird diese ebenso spannende wie herausfordernde Aufgabe an Erik Aschenbrand übertragen.

„Die große Bedeutung, die wir Hessen unseren Naturparken zukommen lassen, lässt sich auch an einer Zahl eindrucksvoll belegen. Mit einem Naturparkanteil von 47 Prozent der gesamten Landesfläche nimmt Hessen nun eine Spitzenposition im Ländervergleich ein. Darauf können wir auch stolz sein“, freute sich die Ministerin.

Die Erfolgsgeschichte der Naturparke beruht auf der vertrauensvollen langjährigen Kooperation von Institutionen und Verwaltung. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei, dass das Bundesland Hessen Naturparke seit mehr als 50 Jahren institutionell fördert und darüber hinaus Personal für die Geschäftsführung anteilig bereitstellt. „Durch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus sowie einer konzentrierten Vermarktung regionaler Produkte tragen die Naturparke in Hessen – insbesondere in strukturschwachen Regionen – zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. Somit sind die von Hessen zur Verfügung gestellten Fördermittel gut angelegt, schaffen sie doch die Basis einer vielfachen Wertschöpfung in der Region“, so Hinz.

Der 44.851 Hektar große Naturpark Reinhardswald zählt zu einer der landschaftlich schönsten Regionen Deutschlands. Der 1907 gegründete „Urwald Sababurg“ mit bis zu 800 Jahre alten Eichen ist das älteste Naturschutzgebiet Hessens und eines der ältesten in Deutschland. Der Tierpark Sababurg ist einer der ältesten und größten Wildparke Europas und zieht als Publikumsmagnet jährlich mehr als 300.000 Besucher an.

Eine weitere Attraktion der Region, stellt die Sababurg dar, die dank der Brüder Grimm und ihren Märchen als „Dörnröschenschloss“ bekannt ist. „Den Menschen, die sich für die Naturparkausweisung stark gemacht haben, gebührt daher Anerkennung und mein herzlicher Dank! Für die Zukunft des Naturparks und die damit einhergehenden Herausforderungen wünsche ich auch weiterhin viel Elan und Enthusiasmus, um den eingeschlagenen Weg erfolgreich und zielstrebig zu verfolgen“, so Umweltministerin Hinz.