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Pressemitteilung vom 21.03.2014

Buchenwirtschaft im Staatswald: pfleglich, naturnah und nachhaltig

Zum Internationalen Tag des Waldes betont der Landesbetrieb HessenForst die
Verantwortung für eine stetige Bereitstellung von Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft.

Der Buche im hessischen Staatswald geht es gut. Die natürliche Verjüngung alter Buchenbestände läuft im hessischen Landeswald besser denn je: Naturgemäßer Waldbau hat seit 1994 fast zu einer Vervierfachung der Buchennaturverjüngungsfläche von 7.400 Hektar auf heute 28.000 Hektar geführt.

Auch der Anteil der alten Buchenbestände (älter 140 Jahre) hat in den letzten zehn Jahren weiter zugenommen. Dies belegen die Ergebnisse von Inventuren. Das heißt, es sind mehr Buchenbestände in das Alter über 140 Jahre hineingewachsen als im gleichen Zeitraum entsprechend alte Buchenbestände genutzt wurden.

Die tatsächliche Nutzung in den alten Buchenbeständen des Staatswaldes lag stets unterhalb des geplanten jährlichen Holzeinschlags. So wurden in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt nur ca. 85 Prozent der behördlich genehmigten Mengen innerhalb der alten Buchenwälder ausgeschöpft.

Multifunktionale Forstwirtschaft und Naturschutz im Einklang
In den Naturschutzgebieten verfolgt der Landesdesbetrieb gemeinsam mit den Naturschutzbehörden die jeweiligen gebietsbezogenen Schutzziele. Soweit überhaupt Pflegemaßnahmen vorgesehen sind, richten sich alle Maßnahmen immer nach den Vorgaben der Schutzverordnungen. Darüber hinaus sorgt die von HessenForst im Staatswald verfolgte Naturschutzstrategie für noch mehr Biodiversität. Das betriebseigene Konzept stellt sicher, dass gerade die Tierarten, die auf altes und absterbendes Laubholz angewiesen sind, weiterhin Lebensraum und dauerhafte Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden.

Waldwirtschaft im internationalen Kontext
Die multifunktionale Forstwirtschaft und vor allem die Buchenwirtschaft in Hessen fügen sich daher fest ein in landes- und bundesrechtliche Vorgaben und in international vereinbarte Kriterien und Konventionen. Besonders bedeutsam sind die Wald-Grundsätze der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (1992), die „Helsinki Kriterien“ der europäischen Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder Europas (1993) oder das Übereinkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt („Biodiversitätskonvention“, 1992).

Daher ist es wichtig, zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März 2014 daran zu erinnern, dass weltweit Hunderte Millionen Menschen direkt von der Nutzung der vielfältigen Produkte, die der Wald liefert, abhängig sind.

Die nachhaltige Nutzung des Rohstoffes Holz in Deutschland bleibt unverzichtbar: Heimisches Holz aus nachhaltiger Waldpflege vermeidet Holzeinfuhren mit energieaufwändigen Transporten aus Ländern, deren Waldbewirtschaftung u. U. weder nachhaltig noch naturverträglich ist.

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle unter der Rufnummer (05 61) 31 67 - 144 gerne zur Verfügung.