Neues aus dem Tierreich - Sondermeldung

Sondermeldung!
Nachricht von Janosch: am Ostersamstag war es soweit: der letzte Nachwuchs von unserem Eselhengst Janosch erblickte um 10.00 Uhr morgens das Licht der Welt. Mutter Anni meisterte die Entbindung problemlos wie alle Jahre zuvor auch. Der kleine Esel ist männlich und erhielt den Namen Zappa! Das ist der letzte Nachkomme von unserem im letzten Jahr verstorbenen Esel Janosch. Der kleine schwarze Hengst hat schon einen Paten (nämlich die ehemaligen Paten von Papa Janosch) und stürmt an Mamas Seite durch das Gehege. Anni stellt sich stets schützend vor ihren Kleinen und ist als alleinerziehende Mama bereit, ihn mit allen Mitteln vor allem Unbill zu bewahren. Zappa soll im entsprechenden Alter kastriert werden, um Inzucht vorzubeugen. Somit können Anni, Tochter Marina vom letzten Jahr und der kleine Zappa bis zu ihrem Lebensende bei uns im Park bleiben.

Die Marderhunde - Sympathieträger in der Fasanerie

Evonik Förderung 2018

Schulen aufgepasst!

Evonik unterstützt auch in diesem Jahr wieder die Umweltbildung im Wildpark und lädt Schulklassen zu Führungen in die „Alte Fasanerie“ ein.

Einfach über unsere Homepage per Buchungsformular unter Schulklassenführungen Termine und Thema angeben und die Anfrage an den Wildpark verschicken. Die kostenfreien Führungen werden verteilt, bis das Bildungsbudget von Evonik ausgeschöpft ist. Die Schülerinnen und Schüler zahlen so nur den Eintritt an der Wildparkkasse.

Binnen drei Werktagen erhalten Sie eine Rückmeldung zu Ihrer Anfrage vom Wildpark.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und viel Spaß mit der kostenfreien Wildparkführung!

Drei Tage lang brummte die Motorsäge von Holzschnitzer Christoph Peez im Wildpark

Die schönen Holzprodukte können schon bald im Wildpark bewundert werden. Und wer dem Kettensägenschnitzer beim Arbeiten lieber persönlich über die Schulter schauen möchte, kann dies spätestens beim Holz/Wald/Familienwochenende im Mai im Wildpark nachholen.

Am 12. und 13. Mai möchte das HessenForstTeam mit einem bunten Veranstaltungsprogramm auf die vielfältigen Leistungen unserer Wälder aufmerksam machen und natürlich auch für den nachhaltigen und umweltfreundlichen Rohstoff Holz werben. Geplant ist außerdem die Einweihung eines kleinen Pilz-Lehrpfades, der zurzeit auf Initiative und mit großer Unterstützung durch den Pilzfachmann Dietmar Krüger (Pilzschule Hessen) entwickelt wird.

Links auf dem Bild sehen Sie Christoph Peez, rechts den Pilzfachmann Dietmar Krüger.


Stadtwerke Hanau helfen Hessischem Forstmuseum „aus der Klemme“

„Grünröcke oder auch Grünkittel“ lautete die übliche Bezeichnung für die in grünes Tuch gekleideten Jäger und Förster vergangener Tage. Über eine seltene Sammlung historisch alter Forstuniformen verfügt das Hessische Forstmuseum im Wildpark „Alte Fasanerie“. Und genau dieser drohte es jetzt, „an den grünen Samtkragen zu gehen“. „Eigentlich nicht auszudenken, in welchen Schwierigkeiten wir gesteckt hätten, wenn uns nicht die Stadtwerke Hanau sofort hilfsbereit unter die Arme gegriffen hätten“, so die Leiterin des Forstmuseums Sabine Scholl. Michael Römhild, Leiter Zentraler Service, stellte kurzerhand einen trockenen und abgeschlossenen Raum für die heimatlos gewordene Raritätensammlung des Forstmuseums zur Verfügung.

Aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten müssen noch in diesem Monat alle Zimmer des denkmalgeschützten Forstamtes Hanau-Wolfgang in Rodenbach geräumt werden. Zwar können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamtes für die geplante Renovierungsdauer von einem Jahr im Fliegerhorst in Erlensee / Langendiebach unterschlüpfen, für die traditionsreiche alte Uniformensammlung des 2001 verstorbenen Museumsgründers, Dr. Helmut Puchert, hätte es dort allerdings keinen Platz mehr gegeben.

Schon wurden Rufe nach der „Altkleidersammlung“ laut, aber für den Vorsitzenden des Fördervereins für das Hessische Forstmuseum Kurt Schäfer keine Option. „Die alten Uniformen sind nicht nur Kennzeichen eines traditionsreichen Berufstandes, der vor langen Zeiten aus dem Jägerstand erwachsen ist. Sie spiegeln auch die Zeitgeschichte und den Zeitgeist eines Berufes wider, der starken gesellschaftlichen Wandlungen unterworfen war“, so Schäfer. Neben über 100 Jahre alten preußischen Ausgeh- und Walduniformen gehören Stücke aus vielen Zeitepochen seit dem 19. Jahrhundert dazu.

Seit mittlerweile siebzehn Jahren steht das Hessische Forstmuseum in der „Alten Fasanerie“ in Hanau den Wildparkbesuchern offen. Die Dauerausstellung vermittelt Eindrücke zur Historie längst vergessener Waldgewerbe, berichtet von den Anfängen der Entwicklung einer geregelten Forstwirtschaft und verdeutlicht anhand alter Maschinen und Werkzeuge den Alltag und die Schwere vergangener Waldarbeit. Im historischen Försterzimmer ist die Walduniform eines Preußischen Forstmeisters von 1869 ausgestellt. Die Förster früher galten häufig als autoritäre Respektspersonen, die über Forstordnungen und –weisungen eine geregelte Nutzung des Waldes – ganz im Sinne ihrer Landesfürsten - durchsetzten. Damit machten sie sich beim einfachen Volk oft sehr unbeliebt. Zahlreiche Konflikte, die entweder für die Förster oder aber die Wild- und Holzdiebe im sicheren Grab auf dem Friedhof endeten, zeugen vom unerbittlichen Kampf beider Seiten.

Über ein buntes und erlebnisreiches Veranstaltungsprogramm und jährlich wechselnde Ausstellungsbeiträge (zurzeit „30 Jahre Biber in Hessen“) versucht das Forstmuseum, den Menschen in der Region den einheimischen Wald ein Stückchen näher zu bringen und einen Bildungsbeitrag zu erfüllen. Nähere Informationen unter www.erlebnis-wildpark.de

Ayla

Trauriger Abschied von Polarwölfin Ayla

Ein schwerer Schlag hat den Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau noch einen Tag vor Weihnachten getroffen. Am 23.12.2017 sollte Ayla an der Pfote operiert werden – mit einer leichten Narkose. Sie hatte die Pfote schon tagelang trotz Schmerzmittel kaum noch aufgesetzt. Ayla hat es leider nicht auf den OP-Tisch geschafft. Ihr Herz hat schon auf dem Weg zur OP aufgehört zu schlagen. Auch Wiederbelebungsmaßnahmen brachten keinen Erfolg. „Ayla ging es schon seit längerem nicht mehr richtig gut, ihr hohes Alter von knapp 14 Jahren hat ihr schwer zugesetzt.“, Wolfsmutter Dr. Marion Ebel ist in großer Trauer. „Wir haben alles versucht, um Ayla die Operation zu ersparen“. Ayla war von den drei handaufgezogenen Polarwölfen Ebels großer Liebling. „Wer erinnert sich nicht an die vielen großartigen Wolfsheulerlebnisse im Wildpark?“ Doch bereits Mitte 2017 wurden nach dem Tod von Khan Ende 2015 die Wolfsheultermine eingestellt. Scott hat kaum noch Stimme und auch Aylas „Ode an die Freude“ erklang nur noch ganz zart und heiser. „Scott und Ayla hatten ihren Altersruhestand verdient“, so die Wildbiologin, die sich jetzt um den verbliebenen Scott große Sorgen macht. Dieser hat nun beide langjährigen Freunde verloren, eine schlimme Situation für ein Rudeltier.
In freier Natur werden Polarwölfe meistens nur ca. 9 Jahre alt. Die Trauer im gesamten Wildparkteam, ist riesig. Ayla hinterlässt eine große Lücke im Herzen des Teams.

Neues aus dem Tierreich

Neuer Look!
Endlich wurde gefrischt – die Sauen haben Nachwuchs bekommen. „Gestreifter Schlafanzug“ ist in diesen Tagen angesagt – aber nicht die von Karl Lagerfeld unerwünschte Jogginghose! Der Ausspruch des Modezars „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!“ gilt keineswegs für unsere Streifenträger. Die legen jetzt erst richtig los! Und die Frischlinge im Livree können pünktlich zur Ferienzeit bestaunt werden.

Wildkatzentag 2018
Am 7. April steht der nächste Wildkatzentag auf dem Programm. HessenForst, unser Förderverein und der BUND führen dabei gemeinsam durch den Nachmittag. Wir hoffen auf gutes Wetter, damit sich viele Besucher um die Infostände tummeln und die Bastelstände immer gut besetzt sind. Als Highlights entpuppten sich in den letzten Jahren das Kinderschminken und die Fütterung unserer Wildkatzen am Gehege.

Muffelige Osterlämmer
Ebenfalls pünktlich zu Ostern sind die Muffellämmer da! Schon jetzt tollen 5 Lämmchen durchs Gehege…

Vom Wesen des Esels
Der Irrtum von der Dummheit der Esel hält sich genauso hartnäckig wie das Märchen vom Starrsinn des Grautiers. In Wahrheit gehören Esel zu den Schlauen im Tierreich! Vom Wesen her sind sie allerdings stoisch. Sie lassen sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen.

Unsere hochtragende Anni ist ein Paradebeispiel dafür und wie alle Esel von großer Freundlichkeit. Sie hat wunderschöne verträumte Augen, seidige Ohren und eine weiche Nase mit empfindlichen Barthaaren. Anni im Glück: denn bei uns muss sie weder pralle Säcke transportieren noch als Zugtier fungieren. Sie muss auch keine Milch für unsere Schönheitsbäder liefern, wie zu Zeiten Neros, dessen Gattin Popäa darin badete. Mühlsteine drehen heute auch ohne Hilfe des friedlichen Grautiers. Der Müllergehilfe hat ausgedient. In Religion und Mythologie hat es der Esel allerdings nie geschafft. Aber seine Bescheidenheit und Geduld gefiel wohl dem christlichen Gott, weshalb der Esel (neben dem Ochsen) Christi Geburt hautnah miterleben durfte. Im 4. Buch Mose (AT) bezieht Gott sogar direkt Stellung. Er lässt den Esel auf Schläge des Sehers Balaam antworten: „Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist, von jeher bis auf diesen Tag? War es je meine Art, mich so gegen dich zu benehmen?“[pic_left">uploads/wildparke/alte-fasanerie/tierbilder/20180328_160436_esel_zugklein.jpg[/pic_left