Einladung zur Ankunft des Märchenprinzen

„Egtober“ ein zweijähriger Wisentstier wird am 25. Oktober 2018 gegen 14.00 Uhr im Wildpark Alte Fasanerie erwartet.

Der Jungbulle soll der neue Chef unserer kleinen aus 4 weiblichen Tieren bestehenden Herde werden. Egtober kommt aus dem Wisentgehege in Hardehausen und wenn alles klappt mit Narkose, Verladung und Fahrt wird er am kommenden Donnerstag gegen 14.00 Uhr bei uns in seinem neuen zu Hause im Wildpark ankommen.

Aus diesem Anlass hoffen wir auf viele Besucher, die den Neuen Willkommen heißen.
An der Hauptkasse gilt am 25. 10. 18 ab 13.00 Uhr ein Willkommenssonderpreis!
Erwachsene zahlen 4,00 Euro, Familien zahlen 10,00 Euro und Kinder und Jugendliche bekommen freien Eintritt um Egtober gebührend bei uns begrüßen zu können.

Der Wisentstier wird gesponsert vom Förderverein des Wildparks, der Förderverein ist gegen 14.00 Uhr vor Ort und hält für die Besucher eine kleine Überraschung bereit.

Besonders freuen wir uns über Vertreter der Presse, die hoffentlich in großer Zahl von der Ankunft des neuen Märchenprinzen berichten.

Evonik engagiert sich für die Umweltbildung im Wildpark und baut 2018 sein Patenschaftskonzept für Schulklassen aus

Für viele Schulklassen aus der Region ist der Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau ein attraktives Besuchsziel. Wildparkchef Christian Schaefer ist daher besonders glücklich, dass das Spezialchemieunternehmen Evonik im Industriepark Wolfgang den Schulen auch 2018 wieder einen großzügigen Förderbetrag für Wildparkführungen zur Verfügung stellt. Rund 100 Klassen profitieren in diesem Jahr von der Unterstützung und dem lehrreichen Aufenthalt am grünen Lernort. „Evonik beweist mit dem Ausbau der Umweltbildungspatenschaften im Wildpark erneut sein Herz für Naturprojekte und soziales Engagement“, so Christian Schaefer.

Auch die Eppsteinschule aus Steinheim stattete mit ihren vier neuen Klassen des fünften Schuljahres Wisent, Wolf und Wildschwein einen Besuch ab. „Die Natur- und Umweltbildung ist für unsere Schülerinnen und Schüler sehr wichtig“, weiß Schuldirektorin Ruth Schrader-Bauer zu berichten. „Bei den Wildparkführungen stehen nicht nur Fachwissen und der respektvolle Umgang mit Natur und Waldtieren im Vordergrund. Auch sorgen gemeinsam gemachte Naturbeobachtungen und – erlebnisse dafür, dass die Schülerinnen und Schüler der neuen Jahrgangsstufen ein bisschen besser zusammenfinden und enger zusammenrücken “, so die engagierte Schulleiterin aus Hanau.




Evonik übernimmt seit drei Jahren Bildungspatenschaften für Schulklassen. Während sich die Förderung anfangs auf Hanauer Schulen begrenzte, erweiterten die Verantwortlichen bereits im letzten Jahr den Förderkreis auf hessische Schulen und erhöhten den Betrag auf mehr als das Doppelte.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Sabine Scholl unter der Rufnummer 06181-618330-12 gerne zur Verfügung.

Wildpark „Alte Fasanerie“ und Sophie-Scholl-Schule feiern den 5. Tag der Nachhaltigkeit

Umweltministerin Priska Hinz zu Besuch bei der Aktion

„Vielfältig – Nachhaltig – Hessisch: So wollen wir leben!“ lautete das Motto des 5. Hessischen Tages der Nachhaltigkeit am 6. September im ganzen Bundesland. Auch das HessenForst-Team des Wildparks „Alte Fasanerie“ in Hanau beteiligte sich gemeinsam mit der Pinguinklasse der Sophie-Scholl-Schule und Künstlerin Kerstin Lochner mit der Aktion „Waldtiere gegen den Müll“.

Umweltministerin Priska Hinz schaut ganz genau hin, was man aus Müll alles machen kann (Foto: R. Oberländer-Simanavicius)

Umweltministerin Priska Hinz schaut ganz genau hin, was man aus Müll alles machen kann (Foto: R. Oberländer-Simanavicius)


Schon lange ärgern sich die Mitarbeiter der „Alten Fasanerie“ über die Zunahme des Mülls im Wildpark und denken über Strategien zur Verbesserung nach. Da kam die Idee von Künstlerin und Wildparkführerin Kerstin Lochner gerade richtig. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Pinguinklasse bastelte sie aus im Wildpark gesammeltem Plastikmüll kleine Tier-Skulpturen. Lochner ist der kreative Umgang mit dem eigentlichen Wertstoff besonders wichtig. „Es ist doch ein Phänomen! Was eben noch als Verpackung im Laden an der Kasse bezahlt wurde, ruft plötzlich nur noch Ekel, Missachtung und den Wunsch nach schneller Entledigung hervor“. Mit ihrem knapp eineinhalb Meter großen Müllhirsch „Helmut“, der aus Naturmaterialien und Müllresten besteht, sorgte die engagierte Aktionskünstlerin für viel Aufmerksamkeit.

Die Kinder der Sophie-Scholl-Schule hatten viel Spaß beim Bau von "Müll-Tierchen" (Foto: R. Oberländer-Simanavicius)

Die Kinder der Sophie-Scholl-Schule hatten viel Spaß beim Bau von "Müll-Tierchen" (Foto: R. Oberländer-Simanavicius)

Aus Abfall wird Kunst
Auch die Hessische Umweltministerin Priska Hinz ließ sich gerne von dieser Idee anstecken. Auf ihrer Tour zu verschiedenen Aktionsbeiträgen zum Tag der Nachhaltigkeit schaute sie auch im Wildpark vorbei. Mit viel Freude unterstützte sie die „Pinguine“ beim Basteln und gab ihnen wertvolle Tipps und Anregungen.
Die für die Waldbildung im Wildpark zuständige Försterin Sabine Scholl freute sich über die vielen schönen „Müll-Tierchen“. Besonders wichtig war ihr, dass die Veranstaltung die Kinder aber auch die übrigen Besucher des Wildparks zum Nachdenken anregt und einen eigenen selbstkritischen Umgang mit dem Thema „Müll“ fördert. Denn die Schad- und Kunststoffteilchen des achtlos in die Natur geworfenen Mülls reichern sich nicht nur in Boden und Grundwasser an. Sie machen letzt-endlich vor keinem Lebewesen halt, auch nicht vor uns Menschen.

Wildpark „Alte Fasanerie“ startet Kooperationsprojekt mit Schülerinnen und Schülern der August-Bebel-Schule

„So kann es im Wildpark nicht weitergehen“, lautet die nüchterne Analyse aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Alten Fasanerie“, aber auch seitens engagierter Mitglieder des Fördervereins und vieler Besucher, denen die naturnahe Einrichtung des Forstamtes Hanau am Herzen liegt.

Überfüllte Mülltonnen und achtlos in die Natur geworfener Plastikmüll im Wald nahe der Wege und Spielbereiche, häufig sogar selbst in den Tiergehegen. Blaue Müllsäcke bis zum Rand gefüllt und einfach nach privaten Feiern im Wildpark zurückgelassen, wo sie von wilden Füchsen und anderen Freigängern häufig zerpflückt und auseinandergerissen werden, bevor sie von den Mitarbeitern gefunden und mühevoll entsorgt werden. - Diese Bilder häufen sich insbesondere an besucherstarken Wochenenden. „Dagegen wollen wir jetzt mit vereinten Kräften angehen“, so die für die Waldpädagogik im Wildpark zuständige Försterin Sabine Scholl. „Das kann auch schon ein bisschen wehtun, da wir uns durchaus an die eigene Nase fassen und unseren bisherigen Umgang mit dem Müll selbstkritisch überprüfen müssen, angefangen von den Verpackungsangeboten unserer Händler bis hin zur Ausgabe von Einweggeschirr bei Wildparkveranstaltungen und –festen“.

Tatkräftige Unterstützung erhält Scholl von den Oberstufenschülern der August-Bebel-Schule aus Offenbach. Mit dem neuen Schuljahr Anfang August ist der Startschuss für die Zusammenarbeit gefallen. Insgesamt zwei Jahre lang wollen die beiden Lehrer Rolf Winckler und Horst Olbrisch das Projekt mit schulischen Aktionen im Fachbereich Gestaltungs- und Medientechnik begleiten. Die Ergebnisse werden zum Beispiel in Form von Ausstellungen, Filmen und über andere kreative Arbeiten veröffentlicht, um damit alle – einschließlich der vielen Wildparkbesucherinnen und –besucher - zum Nachdenken und einer selbstkritische Auseinandersetzung mit dem eigenen „Müll-verhalten“ anzuregen.

Am Ende soll ein rundes Gesamtkonzept zum Thema Müll für den Wildpark entstehen, das zugleich wertvolle Beiträge für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Um-gang mit unserer Erde leistet.

Rückfragen richten Sie bitte an den Wildpark unter 06181-618330-10

PM Müllprojekt im Wildpark [PDF, 86 KB]

Filmprojekt August-Bebel-Schule in Offenbach

Lena Kuhn und Shalin Jacoby der August-Bebel-Schule in Offenbach, dies ist eine Schule mit Schwerpunkt Mediengestaltung, hatten in diesem Jahr das Fach Video. Als Projekt ist dieser Film von unserem Wildpark entstanden, den uns die Schülerinnen zur Verfügung gestellt haben und den wir gerne veröffentlichen.

Neues aus dem Tierreich

Die Schönen aus dem Norden

Weltweit gibt es ca. 200 Eulenarten, davon leben nur 13 in Europa, von der Zwergohreule, die in Südeuropa lebt bis zur Schnee-Eule in Nordeuropa. Eulen lösen Faszination aber auch Angst aus, sie werden verehrt und gefürchtet, bewundert und verfolgt. Sie sind Symbol der Weisheit oder Verkünderin des Todes. Durch Joan Rowlings Zauberlehrling wurden sie sogar zu Tieren mit Zauberkräften. Schnee-Eulen haben ein extrem weites Verbreitungsgebiet. Sie leben in der Nähe des Polarkreises, in der Tundra von Island, Sibirien, Kanada, Alaska, der Arktis und Nordeuropa. Sie sind „Überlebenswanderer“, ihr Vorkommen ist stark von den Bestandsschwankungen der Lemminge (ihrer Hauptnahrung) abhängig. Es sind Vögel des hohen Nordens, sie sind perfekt an ein Leben in Schnee und Eis angepasst. Die Schnee-Eule liebt offene Landschaften, übersichtliches Gelände, sie sucht keine Deckung sondern sitzt meist auf kleinen Erhöhungen und jagt tagsüber und in der Dämmerung von bodennaher Ansitzwarte. Sie hat ein Blickfeld von 270° und lokalisiert ihre Beute mit ihrem hoch entwickelten Sehsinn. Ihr Bestand wird auf 250000 Tiere geschätzt. Sie sind geschützt, sind Einzelgänger und ausgesprochen territorial. Ihre Lebenserwartung liegt bei 9 bis 15 Jahren, in Gefangenschaft bis 28 Jahre. Sie führen überwiegend Saisonehen, nur das Weibchen brütet.

Das Besondere an der Schnee-Eule ist ihre Fähigkeit die arktischen Winter problemlos zu überstehen; dies gelingt ihr, da sie als einziger Vertreter der Eulen während der nahrungsreichen Sommermonate bis zu 800 Gramm Fett speichert. So kann sie Minusgrade bis -56 Grad überstehen und hält damit den Weltrekord unter allen Vögeln. Dafür ist sie mit Thermokleidung ausgestattet, denn Beine und Füße halten durch dichtes Gefieder warm. Gefährlich wird der Eule also nicht die Kälte, sondern der Klimawandel. Dies haben wir schmerzhaft erfahren müssen, denn beide Schnee-Eulen, die erst im letzten Jahr ihr neues Heim bei uns bezogen hatten sind an Plasmodien erkrankt. Elfi ist daran leider gestorben. Knut hat die langwierige Behandlung (an dieser Stelle herzlichen Dank an Frau Dr. Trinkaus) überstanden was aber nicht heißt, dass er immun dagegen geworden ist. Plasmodien werden durch Stechmücken übertragen von denen es bei uns im Park leider nur so wimmelt.
Diese Woche konnte unser Knut wieder in sein Gehege ziehen (er war wochenlang in der Tierarztpraxis zur Behandlung). Überraschend saßen für Knut schon zwei weitere Schnee-Eulenmännchen im Gehege, die von einem Vogelpark an uns abgegeben wurden, da die Unterbringungsmöglichkeiten dort nicht mehr zeitgemäß waren. Die zwei wurden von unseren neuen FÖJlern schon mit Namen versehen: Willi und Sven werden hoffentlich in Zukunft mit Knut ein funktionierendes Dreiergespann abgeben und wir hoffen, dass sie sich schnell bei uns einleben.


Hirschbrunft

Die nächsten Wochen stehen im Zeichen der Rothirsche. Die Brunft steht an, das heißt die Fortpflanzung. Die Brunftrufe der Hirsche schallen dann durch den Park. Die Hirsche fordern die Rivalen zum Kampf um die paarungsbereiten Weibchen (Kühe). Im Kampf wird dabei das Geweih als Waffe eingesetzt. Termine zu den Brunftführungen finden sie unter www.erlebnis-wildpark.de .