Rettungspunkte sind definierte Treffpunkte im Wald, die über feststehende Koordinaten verfügen. Sie sind vor Ort mit grünen Schildern und einer weißen Nummer gekennzeichnet. Sie sind in den Leitstellen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei hinterlegt. Wichtig zu wissen: in jedem Kreis gibt es jede Nummer nur ein einziges Mal.
„Im Notfall zählt jede Sekunde. Wenn ein Anrufer uns die Nummer des nächsten Rettungspunktes nennt, wissen die Leitstellen exakt, wo sich der zum Unfallort nächstgelegene Treffpunkt befindet und welcher Zufahrtsweg für die Rettungsfahrzeuge der schnellste ist“, erklärt Sigrun Brell vom Forstamt Hanau-Wolfgang
So funktioniert das System im Ernstfall
- Schild finden: Entweder halten Sie bei Waldspaziergängen aktiv Ausschau nach den grünen Schildern (meist an markanten Kreuzungen oder Parkplätzen). Prägen Sie sich diese ein, oder machen ein Foto davon. Oder Sie nutzen die „Hilfe im Wald“-App.
- Notruf wählen: Wählen Sie die 112.
- Kennung durchgeben: Nennen Sie die auf dem Schild aufgedruckte Kennung (z.B. „MKK-123“).
- Warten: Bleiben Sie am Rettungspunkt, bis die Helfer eintreffen, um diese zum eigentlichen Unfallort weiterzuleiten, falls dieser abseits liegt. Oder schicken Sie eine Hilfsperson zum Treffpunkt, während Sie die verunfallte Person betreuen.
„Alle Rettungspunkte finden sich jederzeit in der kostenlosen Smartphone-App „Hilfe im Wald“. Diese zeigen den eigenen Standort und den nächstgelegenen Rettungspunkt auf einer Karte an“, erklärt Försterin Brell und appelliert zugleich: „Rettungspunkte können Leben retten. Deswegen bitte nicht beschädigen oder bekleben. Ein gut lesbares Schild ist die Grundvoraussetzung für eine schnelle Rettungskette. Außerdem dürfen Zufahrtswege als potenzielle Rettungswege in den Wald niemals durch parkende Autos blockiert werden.“