Am Samstag, 21. März wurden im sogenannten „Hirschtal“ im Revier Herfa zehn seltene und alte Apfelsorten gepflanzt - u.a. „Hanauer Bischhofsmütze“, „Echter Odenwälder“ oder „Naumburger Schafsnase“. Ziel ist eine Lebensraumaufwertung, die sich einerseits positiv auf die Erholung der vielen Waldbesuchenden im „Hirschtal“ auswirkt und andererseits den Artenschutz unterstützt. Bei der Pflanzung wurde das Forstamtsteam bestehend aus Forstamtsleitung, Revierleitung, Funktionsbeamten Naturschutz und den drei Anwärtern*innen Johanna Rosar, Felix Langhammer und Lucas Hotzel von dem Ortsvorsteher der Gemeinde Herfa tatkräftig unterstützt. Zum Schutz gegen Wühlmäuse wurden die Pflanzlöcher mit Drahtgeflecht ausgekleidet. Beschädigte Wurzelteile wurden entfernt und die alten Schnittflächen wieder „aufgefrischt“. Abschließend wurde ein großzügiger Erziehungsschnitt vollzogen, der einerseits das Sprosswachstum steuern soll und andererseits dazu führt, dass der gepflanzte Baum zunächst die meiste Energie in sein Wurzelwachstum investiert. Um die jungen Apfelbäume vor den Äsern und Geweihen bzw. Gehörnen des Rot- und Rehwildes zu schützen, wurden stabile Einzelschützer aus Holz gebaut. Sie sollen Schutz bieten bis die Obstbäume groß genug sind um auf „eigenen Füßen“ stehen zu können.
Durch die gemeinsame Pflanzaktion wurde der Lebensraum im Hirschtal nachhaltig aufgewertet. Hoffentlich können zukünftig seltene Tier- und Pflanzenarten in diesem schönen Tal beobachtet werden und sich Waldbesuchende den ein oder anderen leckeren Apfel schmecken lassen.