Uhu

Offene Projekte

Unterstützen Sie ein Naturschutzprojekt zur Steigerung der Biodiversität im Wald: Die Renaturierung und Neugestaltung eines stillgelegten Steinbruchs im Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus.

Kinderstube für Uhu und Wanderfalke

Bei dem vorliegenden Projekt handelt es sich um den stillgelegten Steinbruch im Revier Chausseehaus in der Nähe vom Taunus Wunderland. Dort wurde vor langer Zeit einmal Bruchstein für den Aufbau der umliegenden Dörfer abgebaut. Seitdem befindet er sich in einen Dornröschenschlaf, aus dem wir ihn für den Uhu und Wanderfalke erwecken wollen. 
Der Steinbruch befindet sich ca. 700 m östlich des Taunus Wunderland, am Fuße der Hohen Wurzel. Das Forstamtsgebäude Wiesbaden-Chausseehaus ist ebenfalls nur wenige Meter entfernt. Der Steinbruch ist allerdings haushoch zugewachsen und muss neu hergerichtet werden.

Wanderfalken am Steilhang
Wanderfalken am Steilhang

Uhu und Wanderfalke lieben Steinbrüche. Deren steile Felswänden sind genau das, was die so genannten Felsbrüter zur Aufzucht ihrer Jungen benötigen.

Der Uhu (Bubo bubo) ist eine Vogelart, die zur Ordnung der Eulen gehört. Er ist ein Raub- und Standvogel und ein dämmerungsaktiver Fressfeind. Er bevorzugt eine reich strukturierte Landschaft zum Jagen und brütet vor allem in Höhenlagen oder in Mittelgebirgen. Allerdings besiedeln sie auch gelegentlich das Flachland. Ihre Brutplätze finden sie bevorzugt in Felswänden und Steilhängen oder auch in alten Greifvogelhorsten.

Steinbruch

Zur Familie der Falkenartigen gehört der Wanderfalke (Falco peregrinus) und er ist einer der größten Vertretern dieser Familie. Er ist durchaus mit einer Spitzengeschwindigkeit von mehr als 320 km/h beim Jagdstoß (= im Sturzflug angreifend) das schnellste bekannte Tier. Der Wanderfalke ist die am weitesten verbreitete Vogelart der Welt. Er besiedelt bis auf Antarktika alle Kontinente. Der Wanderfalken ist v. a. Felsbrüter und nur ausnahmsweise kommt es in kleineren Gebieten zu Boden- und Baumbruten. 

Wanderfalken sind exzellente Jäger mit einer achtfach höheren Sehschärfe  als der Mensch
Wanderfalken sind exzellente Jäger mit einer achtfach höheren Sehschärfe als der Mensch

Hintergrund

Das Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus ist verantwortlich für ca. 13.000 ha Wald. Dem Forstamt sind sieben Revierförstereien zugeordnet. Das Team des Forstamtes betreut neben dem Staatswald auch den Wald der Stadt Idstein, der Stadt Taunusstein und der Gemeinde Niedernhausen.

Karte
Lage des Alten Steinbruchs, Detail.

Prägende Baumarten sind Buche, Fichte, Eiche und Kiefer. Die Äskulapnatter und der Wespenbussard sind von besonderer Bedeutung – für sie hat das Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus die Artenpatenschaft übernommen. Diese beiden Arten werden mit gezielten Maßnahmen gefördert.

Neben dem Forstamtsgebäude befindet sich der Waldladen des Forstamtes. Dort kann regional eingekauft werden, u. a. kann hochwertiges Wildbret aus den Wäldern um Wiesbaden erworben werden.

Projektskizze

Steinbrüche sind trotz industrieller Nutzung wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tierarten, die trockene, steinige und warme Bedingungen bevorzugen. Häufige Bewohner sind Amphibien (Kreuzkröten, Gelbbauchunken), Vögel (Uhu, Wanderfalke, Flussregenpfeifer), Reptilien (Eidechsen, Schlangen) sowie Insekten (Wildbienen, Libellen) und wärmeliebende Heuschrecken.

Steinbruch von oben
Mit Perspektive von oben: Der zugewachsener Steinbruch im Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus, der als Biotop hergerichtet werden soll.

Maßnahme und Kosten

Die Renaturierung des Steinbruchs umfasst folgende Maßnahmen:

  • Auflichtung des Steinbruchs
  • Freilegung der Steilwand
  • Gestaltung einer Benjeshecke als Unterschlupf (Totholzhecke, die ökologisch wertvoll ist. Sie besteht aus locker aufgeschichtetem Gehölzschnitt, z. B. aus Ästen und Zweigen, wirkt wie ein kleiner Schutzwall und bietet Unterschlupf für weitere Arten wie Vögel, Insekten und Igel.)
  • Lebensraum- und Brutplatzgestaltung sowie Monitoringaufgaben.
  • Möglicherweise siedeln sich in Folge weitere spezialisierte Tierarten an, die trockene, steinige und warme Bedingungen bevorzugen. 
    Dazu zählen Amphibien (Kreuzkröten, Gelbbauchunken), Vögel (Eisvögel, Schwalben, Flussregenpfeifer), Reptilien (Eidechsen, Schlangen) sowie Insekten (Wildbienen, Libellen, Wespen, Käfer) sowie wärmeliebende Heuschrecken. Und Reptilien (Mauereidechsen, Zauneidechsen, Schlingnattern) Auch Fledermäuse nutzen die Felsspalten als Quartier.

Die Kosten für die begleitenden Maßnahmen für Biotop- und Nistplatzgestaltung für die Wiederbesiedlung durch Uhu und Wanderfalke belaufen sich in Summe zwischen 7.000 und 10.000 Euro. 

Diesen zugewachsenen Steinbruch für Uhu und Wanderfalke aus dem Dornröschenschlaf „wachküssen“ und renaturieren
Diesen zugewachsenen Steinbruch für Uhu und Wanderfalke aus dem Dornröschenschlaf „wachküssen“ und renaturieren

Zielarten

Der Wanderfalke: charakteristisch falkenartig, kräftiger Rumpf, großer Kopf, relativ lange, etwas dreieckige und spitz zulaufende Flügel sowie und ein mittellanger, leicht gerundeter Schwanz.
Der Wanderfalke: charakteristisch falkenartig, kräftiger Rumpf, großer Kopf, relativ lange, etwas dreieckige und spitz zulaufende Flügel sowie und ein mittellanger, leicht gerundeter Schwanz.
Uhu
Das ausgeprägte Erscheinungsbild des Uhu mit seinen langen Federohren und dem für Eulenarten typischen Gesichtsschleier wird auch von anderen Vögeln erkannt; teilweise verhalten diese sich ihm aggressiv gegenüber.

Frist / Umsetzungszeitpunkt

Die Renaturierung würde im Winter 2026/2027 erfolgen, weil hier die aktuell schon vorhandene, biologische Aktivität im Steinbruch am geringsten ist. Sollten Sie sich für das Projekt interessieren, benötigen wir Ihre Entscheidung bis zum 15. Oktober 2026.

Fazit

Die Renaturierung und Neugestaltung des stillgelegten Steinbruchs ist ökologisch sehr bedeutsam, weil hierdurch seltene Brutvogelarten wie der Uhu und Wanderfalke neuen Lebensraum erhalten. Wärmeliebende Arten wie Eidechsen, Schlangen und Insekten werden die neuen Sonnenstrahlen genießen.

Sollten Sie dieses wertvolle Projekt unterstützen wollen und dadurch einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt und Biodiversität im Wald leisten wollen, dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung.

Uhu und Wanderfalke – einst vom Aussterben bedroht, kämpfen auch heute noch um ihren Bestand.
Uhu und Wanderfalke – einst vom Aussterben bedroht, kämpfen auch heute noch um ihren Bestand.

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